Während das neue Management von Plug Power auf einer großen Investorenkonferenz in Washington um Vertrauen wirbt, holt das Unternehmen die eigene Vergangenheit ein. Eine frisch eingereichte Sammelklage wegen angeblichen Wertpapierbetrugs wirft einen Schatten auf die jüngsten operativen Fortschritte. Im Zentrum der Vorwürfe steht ein geplatzter Milliardenkredit des US-Energieministeriums, der Anleger im vergangenen Jahr viel Geld kostete.

Die Kanzlei Bleichmar Fonti & Auld wirft dem Wasserstoff-Spezialisten vor, Investoren über die Wahrscheinlichkeit von Fördergeldern in Höhe von 1,66 Milliarden US-Dollar getäuscht zu haben. Laut der Klageschrift hatte Plug Power zwischen Januar und November 2025 die Realisierbarkeit von sechs geplanten Wasserstoffproduktionsanlagen zu positiv dargestellt. Als das Unternehmen im November schließlich den Stopp dieser Projekte verkündete, reagierte der Markt prompt und schickte den Aktienkurs um über 17 Prozent in die Tiefe. Zuvor hatte bereits der abrupte Abgang des langjährigen CEOs Andrew Marsh im Oktober für erhebliche Unruhe gesorgt.

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Operative Lichtblicke im Schatten der Justiz

Genau an dem Tag, an dem die juristischen Probleme öffentlich hochkochen, präsentiert sich der neue CEO Jose Luis Crespo auf der J.P. Morgan Industrials Conference. Parallel tourt der Finanzchef durch Europa. Die Botschaft der Führungsriege stützt sich dabei auf handfeste operative Verbesserungen. Nach einer langen Durststrecke konnte Plug Power im vierten Quartal 2025 einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen US-Dollar ausweisen. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor stand an gleicher Stelle noch ein massiver Verlust.

Der Titel reagiert am Dienstag unbeeindruckt auf die Klagenachrichten und verbucht ein Plus von 3,58 Prozent auf 2,02 Euro, womit sich der Aufwärtstrend der letzten 30 Tage auf knapp 25 Prozent summiert. Um die Bilanz weiter zu stärken, treibt das Management den Umbau voran. Dazu gehört der kürzlich erfolgte Verkauf des New Yorker Project Gateway-Standorts für 132,5 Millionen US-Dollar an einen Rechenzentrumsentwickler.

Für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen klare finanzielle Meilensteine gesetzt:
* Erreichen eines positiven EBITDAS bis Ende 2026
* Erwirtschaftung eines positiven operativen Ergebnisses bis Ende 2027
* Vollständige Profitabilität bis zum Jahresende 2028

Das Jahr 2026 zwingt Plug Power zu einem Balanceakt. Während interne Initiativen zur Kostensenkung und Margenverbesserung erste messbare Ergebnisse liefern, rückt die gerichtliche Aufarbeitung der Kommunikation rund um den Milliardenkredit in den Fokus. Bis zum 3. April 2026 haben geschädigte Investoren nun Zeit, sich der Führung der Sammelklage vor dem zuständigen US-Bezirksgericht in New York anzuschließen.

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