Pfizer wagt den nächsten Schritt im Kampf gegen Borreliose. Obwohl die entscheidende Phase-3-Studie für den neuen Impfstoffkandidaten ihr primäres statistisches Ziel knapp verfehlte, treibt der Pharmakonzern die Zulassung voran. Die detaillierten Daten offenbaren einen unerwarteten Grund für den statistischen Rückschlag und erklären den Optimismus des Managements.

Unerwartete Hürde in der Phase-3-Studie

Gemeinsam mit dem Partner Valneva testete Pfizer das Vakzin PF-07307405 an rund 9.500 Probanden in Nordamerika und Europa. Nach vier Dosen zeigte der Impfstoff eine Wirksamkeit von über 70 Prozent bei der Verhinderung bestätigter Borreliose-Fälle. Das primäre statistische Ziel der VALOR-Studie wurde allerdings verfehlt. Verantwortlich dafür war laut Unternehmensangaben eine geringere Anzahl an tatsächlichen Infektionen während des Studienzeitraums als ursprünglich kalkuliert. Eine vorab festgelegte zweite Analyse bestätigte im Anschluss die statistische Signifikanz der Ergebnisse.

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Da aktuell kein zugelassener Borreliose-Impfstoff für Menschen existiert, sieht Pfizer in der nachgewiesenen Reduzierung der Infektionen einen erheblichen gesundheitspolitischen Nutzen. Sicherheitsbedenken traten während der Analyse nicht auf, das Präparat gilt als gut verträglich.

Lukrativer Markt ohne Konkurrenz

Das Unternehmen übernimmt bei einer erfolgreichen Zulassung exklusiv die Herstellung und Vermarktung. Der französische Partner Valneva, an dem Pfizer mit 5,49 Prozent beteiligt ist, profitiert im Gegenzug von gestaffelten Lizenzgebühren von bis zu 22 Prozent sowie möglichen Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 100 Millionen US-Dollar. An der Börse notierten die Pfizer-Papiere am Montag bei einem Schlusskurs von 23,07 Euro, womit sie seit Jahresbeginn ein moderates Plus von gut 7 Prozent verzeichnen.

Mit dem Vorstoß in diesen unversorgten Impfstoffmarkt treibt Pfizer die Diversifizierung seiner Pipeline jenseits der rückläufigen Corona-Produkte weiter voran. Die anstehenden Einreichungen bei den Zulassungsbehörden markieren nun den nächsten konkreten Meilenstein für die Infektionsschutz-Sparte des Konzerns.

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