Metaplanet baut seine Finanzierungsstruktur grundlegend um. Das Tokioter Unternehmen hat zwei Warrant-Serien eingefroren, ein neues Bezugsrechtsmodell eingeführt und gleichzeitig die Aktionärsstruktur neu geordnet — alles mit dem Ziel, den Verwässerungsdruck zu begrenzen und den Weg zur 100.000-Bitcoin-Marke freizuhalten.

Warrants eingefroren, neue Regeln für Kapitalerhöhungen

Die 23. und 24. Warrant-Serie, die zusammen bis zu 210 Millionen Aktien abdecken, werden bis zum 8. Dezember 2027 nicht ausgeübt. Der Grund: Metaplanet hat parallel eine neue 27. Warrant-Serie aufgelegt, über die zuletzt rund 255 Millionen US-Dollar von institutionellen Investoren eingesammelt wurden. Solange diese Serie läuft, sollen die älteren Serien ruhend bleiben, um übermäßigen Angebotsdruck auf die Aktie zu vermeiden.

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Das strukturelle Kernmerkmal der neuen 27. Serie ist eine Kopplung an den modifizierten Nettoinventarwert (mNAV). Neue Aktien dürfen nur ausgegeben werden, wenn der Kurs mindestens das 1,01-Fache des mNAV erreicht — also wenn der Marktpreis die Bitcoin-Bestände des Unternehmens angemessen widerspiegelt. Damit soll sichergestellt werden, dass jede Kapitalerhöhung den Bitcoin-Bestand je Aktie erhöht statt verwässert. Künftig will Metaplanet Kapital ausschließlich über die Ausgabe von Stammaktien aufnehmen und Aktienrückkäufe nur dann durchführen, wenn der mNAV über 1 liegt.

Aktionärsstruktur verschiebt sich

Mit einer Privatplatzierung neuer Aktien, die zum 31. März wirksam wird, verändert sich auch die Eigentümerstruktur spürbar. Capital Research and Management Company, bislang größter Einzelaktionär, wird seinen Stimmrechtsanteil von 10,18 auf 9,32 Prozent reduzieren und damit seinen Status als größter Ankeraktionär verlieren. Metaplanet betont, dass dies keine Auswirkungen auf das operative Geschäft oder die strategische Ausrichtung habe.

Bitcoin-Ziel und Finanzierungsrahmen

Aktuell hält Metaplanet 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Bis Ende 2026 soll der Bestand auf 100.000 BTC wachsen. Für weitere Käufe zwischen April 2026 und März 2028 sind bis zu 56,9 Milliarden Yen — etwa 357 Millionen US-Dollar — eingeplant, hauptsächlich aus der 27. Warrant-Serie und weiteren institutionellen Platzierungen. Zusätzlich besteht eine Genehmigung zum Rückkauf von bis zu 150 Millionen eigenen Aktien bis Oktober 2026, von der bislang kein Gebrauch gemacht wurde.

Die Aktie notiert aktuell bei 317 Yen und damit weit unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.930 Yen. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Umsatz von 16 Milliarden Yen und ein operatives Ergebnis von 11,4 Milliarden Yen an. Einen Nettogewinn prognostiziert das Unternehmen angesichts der Bitcoin-Preisvolatilität nicht. Erste belastbare Zahlen nach dem Umbau liefert der Quartalsbericht am 19. Mai 2026.

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