Petrobras erweitert seine Präsenz im brasilianischen Gasmarkt. Heute gab der Ölkonzern bekannt, dass er ab dem 1. März natürliches Gas an den Keramikhersteller Cerbras liefern wird. Damit sichert sich das Unternehmen einen strategisch wichtigen Industriekunden im Nordosten des Landes.

Die Entwicklung fügt sich in eine ereignisreiche Woche für Petrobras ein. Das Unternehmen verzichtete auf Rechte bei der Braskem-Umstrukturierung und veröffentlichte Rekordproduktionszahlen für das vierte Quartal 2025.

Erster Industriekunde im freien Gasmarkt

Cerbras ist der größte industrielle Erdgasverbraucher im Bundesstaat Ceará – ausgenommen Kraftwerke. Mit dem Vertrag wird das Keramikunternehmen zum ersten Industriekunden der Region, der in den deregulierten Gasmarkt wechselt und dabei Petrobras als Lieferanten wählt.

Dieser Schritt entspricht der Strategie von Petrobras, langfristige Nachfrage von Industriekunden durch wettbewerbsfähige Konditionen im liberalisierten Energieumfeld zu sichern. Der Vertrag beginnt am 1. März.

Verzicht auf Braskem-Beteiligung

Am 11. Februar hatte der Vorstand von Petrobras beschlossen, keine Vorkaufs- oder Mitverkaufsrechte im Zusammenhang mit der Übertragung von Braskem-Anteilen von Novonor an den Investmentfonds Shine I auszuüben.

Analysten werten den Verzicht als Zeichen von Kapitaldisziplin. Petrobras vermeidet damit eine Erhöhung seines Engagements im Petrochemiesektor und kann Ressourcen auf sein Kerngeschäft in der Öl- und Gasförderung konzentrieren.

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Rekordproduktion im vierten Quartal

Die kommerziellen Schritte basieren auf einer robusten operativen Leistung. Am 10. Februar meldete Petrobras, dass die Gesamtproduktion im vierten Quartal 2025 bei 3,11 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag lag – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Verantwortlich für den Anstieg war vor allem die Hochfahrung neuer Plattformen in der Präsalz-Schicht des Santos-Beckens. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen einen Exportsprung um 79 Prozent im Quartal.

Rückkehr nach Afrika

Anfang Februar, am 6. Februar, hatte Petrobras einen 42,5-Prozent-Anteil am Offshore-Block 2613 in Namibia erworben. In Partnerschaft mit TotalEnergies markiert dieser Schritt die Rückkehr zu hochpotentiellen afrikanischen Explorationsgebieten – eine Diversifizierung des Portfolios angesichts der fortschreitenden Reife der brasilianischen Präsalz-Vorkommen.

Die Petrobras-Aktie notierte nach den Ankündigungen nahe 15,19 US-Dollar. Analysten bewerten den Titel im Konsens mit "Moderate Buy", gestützt auf starke Cashflows und disziplinierte Kapitalallokation.

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