Der Silbermarkt wirkt heute wie ausgedünnt – und genau das ist ein Problem. Weil in weiten Teilen Asiens wegen des Lunar New Year die Handelsplätze geschlossen bleiben, fehlt wichtige Liquidität. In so einem Umfeld reichen vergleichsweise kleine Orders, um Bewegungen zu verstärken.

Die Folge: Verkäufer geben den Ton an, während Kaufinteresse aus der Region weitgehend ausbleibt. Das passt zur jüngsten Schwächephase, die sich zuletzt deutlich beschleunigt hat.

Feiertage in Asien verstärken Ausschläge

Am Dienstag bleiben zentrale Börsenplätze in China, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea geschlossen. Weniger Handel bedeutet: dünnere Orderbücher, größere Spreads, mehr „Ruckeln“ im Preis.

Wichtige Fakten zur Lage:
- Mehrere asiatische Kernmärkte sind heute wegen Lunar New Year geschlossen – die Liquidität sinkt spürbar.
- Ein stärkerer US-Dollar bremst, weil Silber in Dollar teurer wird für Käufer außerhalb des Dollarraums.
- Der Markt wartet auf klarere Signale der US-Notenbank zur Zinsrichtung 2026.

Dollar-Stärke und Fed-Fragezeichen

Zusätzlich drückt ein festerer US-Dollar auf die Stimmung. Für Rohstoffe wie Silber ist das ein Klassiker: Steigt der Greenback, sinkt oft die Nachfrage außerhalb der USA, weil der Einstieg in Dollar gerechnet teurer wird.

Gleichzeitig bleibt der Zinsausblick in den USA ein Unsicherheitsfaktor. Zwar sorgten zuletzt weicher ausgefallene US-Inflationsdaten kurzzeitig für Hoffnungen auf frühere Zinssenkungen. Doch die Märkte warten weiterhin auf belastbare Hinweise der Fed, ob und wann die Leitzinsen 2026 tatsächlich fallen.

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Korrektur nach der Januar-Übertreibung

Der aktuelle Rückgang setzt eine Korrektur fort, die nach der spekulativ aufgeheizten Rallye zu Jahresbeginn eingesetzt hat. Nach dem Hochlauf im Januar baut der Markt seitdem Positionen ab – typisch für Phasen, in denen zuvor viel kurzfristiges Geld unterwegs war.

Auch in den Kursdaten spiegelt sich der Druck: Mit 72,17 USD liegt Silber in den vergangenen 30 Tagen rund 28,78% im Minus und deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 85,45 USD.

Zum Wochenverlauf passt das Bild ebenfalls: In den letzten 7 Tagen ging es um 10,50% abwärts.

Genf-Gespräche liefern (noch) keine Entlastung

Neben Geldpolitik und Dollar schauen Marktteilnehmer heute auch auf die Geopolitik: In Genf sollen Gespräche zwischen den USA und dem Iran starten, zudem stehen Verhandlungen im Kontext des Ukraine-Kriegs auf der Agenda. Solche Termine können Impulse liefern – den heutigen Verkaufsdruck haben sie bislang aber nicht gedreht.

Ein Referenzpunkt für 2026 bleibt derweil eine vorsichtig positive Erwartung: J.P. Morgan sieht für das Gesamtjahr einen Durchschnittspreis von rund 81 USD. Das wäre weniger ein Comeback zur Rallye, sondern eher ein Signal für Stabilisierung, falls die Konsolidierung ausläuft.

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