Am 3. Februar 2026 verlor PayPal innerhalb eines Tages mehr als ein Fünftel seines Börsenwerts. Auslöser war eine Kombination aus verfehlten Quartalszahlen und dem überraschenden Rauswurf von CEO Alex Chriss. Seither läuft eine Wertpapier-Sammelklage — und die nähert sich nun ihrem ersten entscheidenden Verfahrensschritt.

Was Anleger jetzt wissen müssen

Bis zum 20. April 2026 müssen Investoren, die in der Sammelklage eine führende Rolle übernehmen wollen, einen entsprechenden Antrag stellen. Gleich drei Kanzleien — Glancy Prongay Wolke & Rotter, Hagens Berman sowie Kessler Topaz Meltzer & Check — mobilisieren derzeit Aktionäre, die zwischen dem 25. Februar 2025 und dem 2. Februar 2026 PayPal-Aktien gehalten haben.

Wer lediglich Mitglied der Sammelklage bleiben möchte, muss vorerst nichts unternehmen.

Die Kernvorwürfe

Das Herzstück der Klage geht über den Führungswechsel hinaus. Die Kläger werfen PayPal vor, Anleger systematisch über die eigene Umsetzungsstärke getäuscht zu haben. Konkret soll das Unternehmen die Fortschritte beim sogenannten Branded Checkout — einem zentralen Wachstumstreiber — übertrieben dargestellt und gleichzeitig Warnungen vor dem Wettbewerbsdruck abgetan haben.

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Das Eingeständnis kam schließlich mit den Jahreszahlen: PayPal räumte ein, dass die Ausführung beim Branded Checkout „nicht dort war, wo sie sein müsste", und zog seine Finanzziele für 2027 zurück. Der Aktienkurs brach daraufhin um 20,3 Prozent auf 41,70 Dollar ein.

Neuer CEO, offene Baustellen

Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen. Der frühere HP-Chef gilt als erfahrener Sanierer — bei HP hatte er den Konzern durch eine tiefgreifende strategische Neuausrichtung geführt. PayPal verweist auf diese Erfolgsbilanz als Beleg für seine Eignung.

Lores selbst betont, dass klare Prioritäten und disziplinierte Umsetzung im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen werden. Substanzielle Ergebnisse dieser Neuausrichtung werden frühestens mit den nächsten Quartalszahlen sichtbar — und genau dann dürfte auch der Druck aus dem laufenden Klageverfahren spürbar zunehmen.

Immerhin: Im Evident AI Index 2026 wurde PayPal als weltweiter Spitzenreiter bei KI-Talenten im Zahlungsverkehr ausgezeichnet. Fast ein Fünftel aller KI-Fachkräfte der Branche arbeitet demnach für das Unternehmen. Ob sich dieser technologische Vorsprung unter neuer Führung in verlässliche Finanzergebnisse übersetzen lässt, bleibt die zentrale Frage — für Anleger wie für die Gerichte.

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