Der überraschende Chefwechsel und die einkassierten Mittelfristziele im Februar haben bei PayPal ein handfestes juristisches Nachspiel. Mehrere US-Kanzleien sammeln derzeit geschädigte Aktionäre für Sammelklagen gegen den Zahlungsdienstleister und dessen Management. Im Zentrum der Vorwürfe stehen angeblich irreführende Aussagen über das Wachstum im wichtigen Kerngeschäft.

Der Auslöser der Klagewelle

Ursprung der rechtlichen Auseinandersetzungen ist der drastische Kurseinbruch vom 3. Februar 2026. An diesem Tag verkündete das Unternehmen nicht nur den sofortigen Abgang des damaligen CEOs, sondern zog auch die finanziellen Ziele für 2027 vollständig zurück. Besonders schwer wog dabei die Schwäche im sogenannten "Branded Checkout"-Segment. Hier fiel das Wachstum des Zahlungsvolumens von zuvor fünf Prozent auf magere ein Prozent zurück. Das Management begründete dies mit makroökonomischem Gegenwind, intensiverem Wettbewerb und internen operativen Problemen.

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Kanzleien wie Hagens Berman und Bernstein Liebhard werfen der Führungsriege nun vor, die Risiken systematisch heruntergespielt und ein falsches Bild der Ertragslage gezeichnet zu haben. Aktionäre, die zwischen Ende Februar 2025 und Anfang Februar 2026 Papiere erworben haben, können sich bis zum 20. April als Hauptkläger registrieren lassen. Der damalige Kursrutsch vernichtete an einem einzigen Handelstag über zehn Milliarden US-Dollar an Marktwert.

Operative Lichtblicke und Ausblick

Die anhaltende Unsicherheit spiegelt sich deutlich in der aktuellen Bewertung wider. Mit einem Schlusskurs von 38,12 Euro am Freitag hat der Titel seit Jahresbeginn bereits 23,19 Prozent an Wert verloren. Abseits der juristischen Baustellen gibt es unter dem neuen CEO Enrique Lores jedoch auch operative Fortschritte. So stiegen die Venmo-Umsätze im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Zudem integrierte die Krypto-Börse Bybit EU PayPal kürzlich als offizielle Ein- und Auszahlungsmethode für den europäischen Markt, was die Reichweite im Bereich der digitalen Vermögenswerte ausbaut.

Die kommenden Wochen bringen nun zwei konkrete Stichtage für den Zahlungsabwickler. Nach Ablauf der Klagefrist am 20. April wird das Unternehmen am 5. Mai 2026 die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Das Management rechnet für das Gesamtjahr bestenfalls mit einem leichten Gewinnanstieg, schließt aber auch einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich nicht aus.

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