Am 20. März 2026 reichten gleich mehrere Anwaltskanzleien Sammelklagen gegen PayPal ein. Der Vorwurf: Das Unternehmen und einzelne Führungskräfte sollen Investoren mit irreführenden Aussagen über die finanzielle Entwicklung und die Wachstumsperspektiven des Kerngeschäfts getäuscht haben.

Was die Klagen auslöste

Der Ausgangspunkt liegt im Februar. Als PayPal am 3. Februar 2026 die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegte, fiel das Ergebnis auf mehreren Ebenen enttäuschend aus: verfehlte Umsatz- und Gewinnziele, der Rückzug der Mittelfristziele für 2027 — und die sofortige Ablösung von CEO Alex Chriss, der sein Amt zum 1. März 2026 niederlegte. Der Vorstand begründete den Schritt damit, dass das Tempo der Umsetzung nicht den Erwartungen entsprochen habe.

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Die Reaktion der Märkte war deutlich: Die Aktie verlor an jenem Tag über 20 Prozent, was einem Wertverlust von mehr als zehn Milliarden Dollar entsprach. Aktuell notiert das Papier rund 29 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts — ein Niveau, das den anhaltenden Vertrauensverlust der Investoren widerspiegelt.

Die Klagen, eingereicht von Kanzleien wie Hagens Berman, Pomerantz LLP und Kessler Topaz Meltzer & Check, konzentrieren sich auf die Frage, ob das Management Anleger gezielt über das Wachstum des sogenannten Branded-Checkout-Segments und die Einsatzbereitschaft der Vertriebsorganisation im Unklaren gelassen hat.

Neues Management, offene Baustellen

Seit dem 1. März 2026 führt Enrique Lores das Unternehmen als President und CEO. Unter seiner Führung soll PayPal den Fokus auf das Branded-Checkout-Geschäft schärfen und stärker auf KI-gestützte Commerce-Lösungen setzen. CFO Jamie Miller kündigte Anfang März an, die Zusammenarbeit mit den größten Händlern zu intensivieren, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Investoren, die PayPal-Aktien innerhalb des relevanten Klagezeitraums erworben haben, können sich bis zum 20. April 2026 als Lead Plaintiff in den Sammelklagen bewerben. Bis dahin dürfte die juristische Aufarbeitung des Kurseinbruchs die Aufmerksamkeit der Märkte ebenso bestimmen wie die Frage, ob der strategische Neustart unter Lores erste messbare Ergebnisse liefert.

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