Gold: Nüchterne Bilanzen
Nach einem turbulenten März, der Gold rund 14 Prozent kostete, richtet der Markt seinen Blick auf eine entscheidende Datenwoche. Mehrere US-Arbeitsmarktberichte könnten das Bild für das Edelmetall neu justieren – nach oben wie nach unten.
Scharfe Korrektur vom Allzeithoch
Ende Januar 2026 markierte Gold bei etwa 5.595 Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch. Was folgte, war eine ausgeprägte Gegenbewegung: Bis Mitte März fiel der Preis auf rund 4.090 Dollar. Auslöser waren unter anderem starke US-Arbeitsmarktdaten, die dem Goldpreis den Boden entzogen. Zum Monatsende stand der Preis bei 4.578 Dollar.
Strukturell bleibt die Fed der wichtigste Faktor. Die Zinsen verharren in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent, und laut CME FedWatch preisen die Märkte für 2026 derzeit keine Zinssenkungen mehr ein – mit einer 80-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine weitere Pause im April. Höhere Realrenditen und ein starker Dollar machen Gold als zinslose Anlage weniger attraktiv.
Nonfarm Payrolls mit besonderer Sprengkraft
Die JOLTS-Daten zu offenen Stellen im Februar liefern in dieser Woche einen ersten Hinweis auf die Arbeitsmarktlage. Die eigentliche Weichenstellung folgt am 3. April: An Karfreitag, wenn die Märkte geschlossen sind, werden die Nonfarm Payrolls veröffentlicht. Das sogenannte „Good Friday Gap Risk" erhöht die Wirkung der Zahl erheblich. Eine Beschäftigung unter 50.000 könnte den Dollar belasten und Gold in Richtung 4.800 Dollar treiben. Liegt die Zahl über 100.000, dürfte der Druck auf das Edelmetall anhalten.
ETF-Abflüsse gegen Zentralbanknachfrage
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Das Kapitalstromgefüge zeigt zwei gegenläufige Kräfte. Auf der einen Seite stehen ETF-Abflüsse: Der SPDR Gold Shares meldete per 25. März Bestände von 1.052 Tonnen – innerhalb einer Woche flossen 14,57 Tonnen ab, rund 2,1 Milliarden Dollar.
Auf der anderen Seite kaufen Zentralbanken weiterhin in erheblichem Umfang. Die People's Bank of China verlängerte ihre Goldkäufe auf 15 aufeinanderfolgende Monate bis Januar 2026, die Bestände stiegen auf 74,19 Millionen Unzen. Die UBS erwartet für 2026 Zentralbankkäufe von rund 900 Tonnen – deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 450 bis 500 Tonnen.
Banken halten an hohen Jahreszielen fest
Trotz der Korrektur bleiben die großen Häuser optimistisch. Wells Fargo hob sein Jahresziel zuletzt auf 6.100 bis 6.300 Dollar an – ein Anstieg von rund 35 Prozent gegenüber der vorherigen Prognose. JPMorgan sieht 6.300 Dollar, UBS 6.200 Dollar, Goldman Sachs konservativer 5.400 Dollar. Der gemeinsame Nenner: anhaltende Zentralbanknachfrage, mögliche Fed-Lockerungen und erhöhte geopolitische Unsicherheit.
Ob die Korrektur der vergangenen Wochen damit abgeschlossen ist, hängt maßgeblich von den Payroll-Zahlen am Freitag ab. Ein schwacher Arbeitsmarkt würde die Zinssenkungsdebatte neu entfachen – und Gold wieder Rückenwind geben.
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