Zwei Milliarden Dollar in einen einzigen Chip-Partner — das ist kein gewöhnlicher Kapitalzufluss. NVIDIAs strategische Eigenkapitalbeteiligung an Marvell Technology hat gestern an der Wall Street für Aufsehen gesorgt und unterstreicht, wie ernst es dem Konzern mit dem Aufbau eines geschlossenen KI-Ökosystems ist.

Im Mittelpunkt der Kooperation steht die Integration von Marvell-Komponenten in NVIDIAs „NVLink Fusion"-Plattform. Konkret sollen NVIDIAs Vera-Prozessoren und Spectrum-Switches mit Marvells kundenspezifischen Beschleunigern und optischen Verbindungslösungen kombiniert werden. Ziel: den Aufbau hochspezialisierter KI-Rechenzentren — sogenannter „AI Factories" — deutlich zu beschleunigen.

Marvell-Aktie springt zweistellig

Die Märkte reagierten eindeutig. Marvell legte gestern an der Nasdaq um knapp 13 Prozent zu und schloss bei 99,05 Dollar — bei einem Handelsvolumen, das fast dreimal so hoch lag wie der dreimonatige Schnitt. Nachbörslich setzte sich die Bewegung fort: plus weitere zwei Prozent auf rund 101 Dollar. Das bisherige 52-Wochen-Hoch bei 102,77 Dollar ist damit in greifbarer Nähe.

Analysten werten den Einstieg als strategischen Ritterschlag für Marvell — das Unternehmen gilt nun faktisch als Teil der globalen KI-Lieferkette NVIDIAs und erhält dadurch Zugang zu Infrastrukturprojekten, die bislang dem Chip-Riesen selbst vorbehalten waren.

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NVIDIA im breiteren Marktkontext

Für NVIDIA selbst bedeutet die Beteiligung an Marvell eine weitere Verfestigung seiner Stellung als zentrales Gravitationszentrum des KI-Booms. Der Konzern legte gestern ebenfalls 5,6 Prozent zu. Gleichzeitig bestätigte Microsoft sein Engagement bei OpenAI erneut — in der Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar, die die Bewertung des KI-Startups auf 852 Milliarden Dollar treibt. Auch dort fungiert NVIDIA als führender Investor.

Wer breit auf den NVIDIA-Kurs setzen möchte, ohne direkt in die Einzelaktie zu investieren: Technologie-ETFs wie der Xtrackers MSCI USA Information Technology ETF oder der iShares S&P 500 Information Technology Sector ETF gewichten NVIDIA mit über 23 Prozent als größte Einzelposition — allerdings auf Kosten einer deutlichen Klumpenbildung.

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