PayPal Aktie: Globale Expansion gestartet
Nach turbulenten Monaten und einem überraschenden Chefwechsel geht der Zahlungsdienstleister in die Offensive. Mit der ersten internationalen Ausweitung der Tochter-App Venmo und einem verstärkten Fokus auf Krypto-Lösungen will das Management das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen. Der Schritt zielt auf einen Billionenmarkt ab, bringt aber harte Konkurrenz mit sich.
Venmo überschreitet Grenzen
Bisher war Venmo ein rein amerikanisches Phänomen. Nun öffnet PayPal das Netzwerk und ermöglicht den Nutzern erstmals grenzüberschreitende Transaktionen in 90 Märkte. Der Transfer funktioniert unkompliziert über die Handynummer, komplexe Kontodaten sind nicht mehr nötig. Um die weltweite Adaption schnell voranzutreiben, verzichtet das Unternehmen bis Ende August 2026 komplett auf internationale Gebühren.
Mit diesem Vorstoß greift PayPal einen lukrativen Markt für private Auslandsüberweisungen an, dessen Volumen im Jahr 2024 rund 40 Billionen US-Dollar betrug. Das Unternehmen tritt damit in direkten Wettbewerb mit etablierten Anbietern wie Western Union sowie digitalen Spezialisten wie Wise und Remitly.
Krypto-Fokus unter neuer Führung
Parallel zur Venmo-Ausweitung treibt der seit dem 1. März amtierende CEO Enrique Lores die Integration digitaler Währungen voran. Der hauseigene Stablecoin PYUSD ist mittlerweile in 70 Märkten verfügbar. Eine kürzlich geschlossene Partnerschaft mit TCS Blockchain zielt zudem auf den Logistiksektor ab. Hier soll der Stablecoin noch in diesem Jahr Frachtrechnungen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar abwickeln und die Kosten im Vergleich zum klassischen Factoring deutlich senken.
Trotz der strategischen Neuausrichtung reagiert die Wall Street zurückhaltend. Analysten der Investmentbank BTIG bewerten die Investitionen in das bestehende Produktportfolio zwar als richtig, erwarten aber frühestens im Geschäftsjahr 2027 einen messbaren finanziellen Ertrag (ROI).
Das Stimmungsbild der Experten fällt entsprechend neutral aus:
- Durchschnittliches Kursziel: 59,03 US-Dollar
- Kaufempfehlungen: 8 Analysten
- Haltepositionen: 31 Analysten
- Verkaufsempfehlungen: 6 Analysten
Juristischer Ärger bremst Erholung
Die Aktie reagierte am Montag positiv auf die Nachrichtenlage und legte um 3,34 Prozent auf 39,02 Euro zu. Auf Jahressicht (YTD) steht allerdings weiterhin ein Minus von 21,39 Prozent zu Buche.
Ein Grund für die anhaltende Schwäche sind juristische Altlasten. Ende März reichte eine Aktionärsrechtskanzlei eine Sammelklage gegen PayPal und Teile der Führungsebene ein. Auslöser waren der überraschende Wechsel an der Unternehmensspitze sowie die plötzliche Rücknahme langfristiger Finanzziele durch das vorherige Management.
Für das laufende Jahr 2026 rechnen Analysten im Konsens mit einem Umsatzrückgang von 12 Prozent sowie einem um 4 Prozent niedrigeren Gewinn pro Aktie. Das neue Management um Enrique Lores muss nun beweisen, dass die gebührenfreie Venmo-Expansion und die Krypto-Initiativen diese Lücke in den kommenden Quartalen schließen können.
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