Am Montag, den 2. März 2026, zählte Palantir zu den stärksten Titeln im S&P 500 – mit einem Plus von 6,5 Prozent. Der Grund: eskalierende Spannungen im Nahen Osten, konkret ein Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Anleger setzen auf KI-Unternehmen mit starkem Regierungsgeschäft. Palantir liefert Software an US-Behörden und das Pentagon – mehr als die Hälfte des US-Umsatzes stammt noch immer aus Regierungsaufträgen.

Upgrade von UBS verstärkt Bewegung

Die geopolitische Lage war nicht der einzige Treiber. UBS stufte Palantir von "Neutral" auf "Buy" hoch – die jüngste positive Analystenstimme nach dem beeindruckenden vierten Quartal 2025. Bereits zuvor hatte Mizuho auf "Outperform" angehoben und ein Kursziel von 195 US-Dollar ausgegeben. Die Begründung: attraktives Chance-Risiko-Profil und eine einzigartige Stellung im Software-Markt mit starkem Wachstum und Margenausweitung.

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Wall Street hat ihre Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 im vergangenen Monat deutlich nach oben korrigiert. Der Konsens erwartet nun für die kommenden Jahre ein jährliches Gewinnwachstum von 56 Prozent.

Q4 2025: Umsatz steigt um 70 Prozent

Im vierten Quartal 2025 legte der Umsatz um 70 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar zu – die zehnte Beschleunigung in Folge. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 79 Prozent auf 0,25 US-Dollar. Vor allem das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden explodierte: Plus 137 Prozent auf 507 Millionen US-Dollar. Palantir schloss 180 Deals mit einem Volumen von mindestens einer Million US-Dollar ab.

Auch das klassische Regierungsgeschäft zeigte Stärke: 66 Prozent Wachstum auf 570 Millionen US-Dollar. Der bereinigte freie Cashflow erreichte 791 Millionen US-Dollar, was einer Marge von 56 Prozent entspricht. Die Jahresprognose für 2026 wurde auf 7,2 Milliarden US-Dollar angehoben.

Milliarden-Aufträge untermauern Position

Mitte Februar sicherte sich Palantir einen Rahmenvertrag mit dem US-Heimatschutzministerium über bis zu eine Milliarde US-Dollar. Hinzu kamen ein 7,6-Millionen-Vertrag mit dem australischen Verteidigungsministerium sowie ein bedeutender Auftrag der US-Luftwaffe für KI-gestützte Logistik zusammen mit GE Aerospace.

Parallel dazu schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit Rackspace Technology, um die Implementierung seiner Foundry- und KI-Plattform AIP bei Geschäftskunden zu beschleunigen.

Bewertung bleibt umstritten

Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Bewertung ein Diskussionspunkt. Das KGV liegt beim 183-Fachen des bereinigten Gewinns – ambitioniert selbst bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 56 Prozent pro Jahr bis 2027. Seit dem Höchststand im November 2025 bei 207,18 US-Dollar hat die Aktie rund 34 Prozent verloren.

Kritiker verweisen auf die Abhängigkeit von staatlichen Aufträgen, die politisch sensibel sein können, sowie auf Konkurrenz von Snowflake, Databricks und Cloud-Anbietern. Ende Februar verklagte Palantir zudem ein Schweizer Magazin wegen Berichterstattung über die Ablehnung der Software durch die Schweizer Regierung aus Datenschutzgründen – ein Signal für mögliche Hürden auf europäischen Märkten.

Ausblick auf Q1 2026

Die nächsten Quartalszahlen werden zwischen dem 4. und 11. Mai 2026 erwartet. Anleger dürften auf die weitere Entwicklung der AIP-Plattform, neue Geschäftsabschlüsse im kommerziellen Segment und zusätzliche Verteidigungs- oder Enterprise-Aufträge achten. Ob Palantir die Lücke zum Vorjahreshoch schließen kann, hängt maßgeblich davon ab, ob das Unternehmen erneut Umsatz- und Gewinnerwartungen übertrifft.

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