Palantir Aktie: Richtungskampf der Großinvestoren
Palantir gehört zu den unangefochtenen Börsenstars der letzten zwölf Monate, doch auf dem aktuellen Rekordniveau scheiden sich die Geister. Während einige Großbanken einen neuen „KI-Superzyklus“ ausrufen und die Kursziele massiv anheben, nutzen prominente Investoren und Insider die Gunst der Stunde für Ausstiege. Anleger stehen vor einer komplexen Gemengelage: Ist die Bewertung von über 400 Milliarden Dollar noch gerechtfertigt oder ist das Wachstumspotenzial bereits vollständig eingepreist?
Zwischen Gewinnmitnahmen und Kursfantasie
Marktbeobachter registrieren derzeit eine deutliche Diskrepanz bei den institutionellen Adressen. Auf der einen Seite stehen aggressive Hochstufungen: Die Citigroup sieht das Kursziel bei 235 US-Dollar und begründet dies mit einem potenziellen, durch künstliche Intelligenz getriebenen Superzyklus. Unterstützung kommt von Truist Securities, die den Titel ebenfalls zum Kauf empfehlen.
Dem gegenüber steht das Lager der Skeptiker und Realisten. Cathie Woods ARK Invest reduziert die Position weiter – ein Schritt, den Analysten primär als Gewinnmitnahme nach dem steilen Anstieg werten. Immerhin verzeichnete das Papier auf Zwölf-Monats-Sicht ein Plus von über 163 Prozent. Auch JPMorgan hat seine Bestände zuletzt deutlich zurückgefahren. Diese Uneinigkeit verdeutlicht die zentrale Debatte am Markt: Wie viel zukünftiges Wachstum darf heute schon bezahlt werden?
Warnsignale aus der Chefetage
Während einige Analysten optimistisch bleiben, sprechen die Transaktionen derer, die es am besten wissen müssten, eine andere Sprache. CEO Alexander Karp veräußerte kürzlich Aktien im Wert von rund 128 Millionen US-Dollar. Zwar basieren solche Verkäufe oft auf vorab festgelegten Handelsplänen, doch das Gesamtbild der letzten sechs Monate ist einseitig: 334 registrierten Insider-Verkäufen steht kein einziger Kauf gegenüber. Angesichts einer Bewertung, die weit über dem 100-fachen des Umsatzes liegt, mahnt das völlige Ausbleiben von Insider-Käufen zur Vorsicht.
Operative Stärke im Regierungsgeschäft
Ungeachtet der Bewertungsfragen läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Die Software des Unternehmens ist tief in der westlichen Sicherheitsarchitektur verankert. Dies belegen die jüngsten Berichte über den Einsatz bei der US-Einwanderungsbehörde ICE sowie Vertragsverlängerungen mit dem französischen Geheimdienst DGSI. Zudem sicherten sich die Datenanalysten ein Projekt zur Modernisierung der Lieferkette der US-Marine im Wert von bis zu 448 Millionen US-Dollar.
Der entscheidende Realitätscheck für die hohe Bewertung folgt am 2. Februar 2026 mit den Zahlen zum vierten Quartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von rund 0,23 US-Dollar. Damit der Kurs auf diesem Niveau stabil bleibt, muss Palantir nicht nur diese Erwartungen erfüllen, sondern auch einen überzeugenden Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 liefern, der die enormen Vorschusslorbeeren rechtfertigt.
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