Palantir Technologies blickt auf ein phänomenales Börsenjahr zurück, doch aktuell gerät der Höhenflug ins Stocken. Während charttechnische Warnsignale aufleuchten und die extrem hohe Bewertung Fragen aufwirft, sorgen optimistische Analystenkommentare für einen spannenden Kontrast. Vor den kommenden Quartalszahlen stehen Anleger vor einer entscheidenden Situation: Rechtfertigt das Wachstum den ambitionierten Preis der Aktie?

Charttechnik trifft auf Bewertungsangst

Die Aktie befindet sich derzeit in einer Konsolidierungsphase und steht technisch unter Druck. Der Kurs notiert aktuell unter den kurzfristig relevanten 20- und 100-Tage-Linien, was Marktbeobachter als Zeichen für unmittelbaren Abgabedruck werten. Zwar bleibt der langfristige Aufwärtstrend intakt – das Papier hält sich über der 200-Tage-Linie – doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 194,17 USD verdeutlicht die momentane Zurückhaltung der Investoren.

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Ein wesentlicher Grund für die Skepsis ist die fundamentale Bewertung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 415 und einem Umsatz-Multiple von 109 zählt Palantir zu den teuersten Werten im S&P 500. Der Markt hat massives zukünftiges Wachstum bereits eingepreist. Sollten die Erwartungen nicht erfüllt werden, besteht aufgrund dieser Fallhöhe ein erhöhtes Rückschlagrisiko.

Wall Street bleibt optimistisch

Trotz der angespannten charttechnischen Lage und der Bewertungsbedenken zeigen sich führende Analysten überraschend zuversichtlich. Die Experten verweisen vor allem auf die starke Nachfrage nach Palantirs KI-Plattform als zentralen Wachstumstreiber:

  • Citigroup: Hat die Einstufung auf "Kaufen" angehoben und das Kursziel von 210 auf 235 USD erhöht.
  • Bank of America: Hält an einem Spitzenkursziel von 255 USD fest.
  • Wedbush: Analyst Dan Ives führt Palantir als einen seiner Top-Favoriten für das Jahr 2026.

Im Durchschnitt ist das Kursziel der Analysten in den letzten 90 Tagen um 23 Prozent auf 188 USD gestiegen, was über dem aktuellen Kursniveau liegt.

Blick auf die Zahlen

Die Auflösung dieses Spannungsfeldes zwischen technischer Korrektur und fundamentalem Optimismus wird für den 2. Februar erwartet. An diesem Tag veröffentlicht das Unternehmen seine Ergebnisse für das vierte Quartal. Im Fokus steht dabei, ob das Wachstum – insbesondere im Regierungsgeschäft, das zuletzt um 52 Prozent zulegte – die hohen Erwartungen erfüllen kann. Analysten rechnen mit einem Gewinn pro Aktie von 0,21 USD bei einem Umsatz von 1,34 Milliarden USD. Bis zu diesem Termin müssen die operativen Zahlen beweisen, dass sie die Bewertungslücke schließen können.

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