Palantir Aktie: Comeback geglückt
Nach einem heftigen Wochenstart mit zweistelligen Verlusten dreht Palantir Technologies die Kurve. Die Aktie erholt sich spürbar – angetrieben durch eine frische Analystenstimme und Spekulationen über den Einsatz der Unternehmenssoftware in militärischen Operationen.
Truist sieht massives Aufwärtspotenzial
Den Turnaround eingeläutet hat Truist Financial. Analyst Arvind Ramnani startete die Abdeckung mit einem "Buy"-Rating und einem Kursziel von 223 US-Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau. Seine Begründung: Palantir sei ein "erstklassiges" KI-Asset mit beschleunigentem Umsatzwachstum und steigenden Margen. Besonders hebt Ramnani die sogenannte "Rule of 40" hervor, eine zentrale Kennzahl für Softwareunternehmen. Diese kombiniert Umsatzwachstum und Gewinnmarge – bei Palantir soll sie 2025 beeindruckende 114 Prozent erreicht haben.
Für Ramnani ist die Einführung generativer KI in Regierungen und Unternehmen der entscheidende Wachstumstreiber. Die Artificial Intelligence Platform (AIP) des Konzerns könnte laut Truist eine jahrzehntelange IT-Entwicklung auf wenige Jahre komprimieren.
Noch optimistischer äußert sich Wedbush-Analyst Dan Ives. Er sieht Palantir auf dem Weg zum "Billionen-Dollar-Unternehmen" innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate – ein Anstieg von 140 Prozent gegenüber der aktuellen Marktkapitalisierung von etwa 433 Milliarden US-Dollar.
Gotham-Spekulationen und gemischte Signale
Parallel zur Analysteneinschätzung kursieren Berichte, wonach Palantirs "Gotham"-Plattform bei jüngsten US-Militäreinsätzen eine Rolle gespielt haben könnte. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht, doch die Spekulationen unterstreichen die tiefe Verankerung der Software in westlichen Verteidigungsapparaten. Nach Bekanntwerden der Gerüchte legte die Aktie rund vier Prozent zu.
Doch nicht alles glänzt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei extremen 420 – weit über dem Fünfjahresschnitt von 107. Kritiker warnen vor Überbewertung. Zudem hat CFO David Glazer zuletzt Aktien im Wert von 1,6 Millionen US-Dollar verkauft, Teil einer Serie von Insider-Verkäufen über 167 Millionen Dollar in den vergangenen Monaten.
Was die Zahlen zeigen
Fundamental steht Palantir solide da. Im dritten Quartal 2025 kletterte der Umsatz um 63 Prozent auf 1,18 Milliarden US-Dollar, getrieben durch ein Plus von 52 Prozent im Regierungsgeschäft. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,21 US-Dollar und übertraf die Erwartungen. Langfristige Sicherheit bieten Großaufträge wie der 10-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der US-Armee und ein Deal über 1,5 Milliarden Pfund mit der britischen Regierung.
Entscheidung im Februar
Der nächste Härtetest steht im Februar an, wenn Palantir die Quartalszahlen vorlegt. Anleger werden prüfen, ob die kommerzielle Verbreitung von AIP mit dem starken Regierungsgeschäft Schritt hält. Während Truist mit dem 223-Dollar-Ziel eine klare Richtung vorgibt, zeigt sich der Analystenkonsens zurückhaltender: 19 Experten empfehlen im Schnitt "Halten" mit einem Median-Kursziel von 173,89 US-Dollar.
Technisch muss die Marke von 180 US-Dollar halten, um die Erholung zu bestätigen. Ein Durchbruch Richtung 200 Dollar dürfte weitere positive Impulse aus dem KI-Sektor voraussetzen.
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