Die Palantir-Aktie schoss am Dienstag um über 11 Prozent nach oben und setzte damit ein kraftvolles Ausrufezeichen. Auslöser war ein beeindruckender Quartalsbericht, der die Anleger von den Sitzen riss. Das KI-Softwareunternehmen meldete Rekordumsätze – getrieben vor allem durch die explodierende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz seitens der US-Regierung.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Umsatzwachstum beschleunigte sich im vierten Quartal 2025 auf satte 70 Prozent im Jahresvergleich, nach bereits beachtlichen 63 Prozent im dritten Quartal. Bereits das zehnte Quartal in Folge zieht das Wachstumstempo an. Besonders bemerkenswert: Das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden übertraf die Erwartungen deutlich.

Analysten heben ab – aber mit Vorsicht

Baird reagierte prompt und stufte die Aktie auf "Outperform" hoch. Die Begründung: Das explodierende Wachstum beim freien Cashflow verändere die Bewertungslogik fundamental. Analyst William Power sprach von einem "beeindruckenden FCF-Anstieg" und hob seine Prognose für 2027 von 4 auf fast 6 Milliarden Dollar an. In optimistischen Szenarien hält Baird sogar 7 bis 8 Milliarden Dollar für möglich.

Doch nicht alle tanzen auf der Jubelwelle mit. DA Davidson senkte das Kursziel von 215 auf 180 Dollar – trotz Lob für Palantir als "beste Story im gesamten Software-Sektor". Der Grund: Die Bewertung. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von rund 93 für das Kalenderjahr 2026 handelt die Aktie laut DA Davidson "zu einer beispiellosen Prämie gegenüber allen Wettbewerbern". Das neue Kursziel basiert auf dem 113-Fachen des erwarteten freien Cashflows für 2026.

Cashflow-Wende als Gamechanger?

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Kann eine derart aggressive Bewertung überhaupt gerechtfertigt sein? Baird argumentiert mit einem Perspektivwechsel: Investoren sollten Palantir künftig nicht mehr primär über Umsatzmultiplikatoren bewerten, sondern über den freien Cashflow. Bei einem prognostizierten FCF von 7 bis 8 Milliarden Dollar für 2027 würde die Aktie nur noch beim 50- bis 60-Fachen dieses Wertes handeln – für ein Unternehmen mit 70-prozentigem Wachstum "durchaus angemessen", so die Analysten.

Die Auftragsbücher stützen den Optimismus: Die verbleibenden Performance-Verpflichtungen sprangen um 144 Prozent im Jahresvergleich nach oben. Das deutet auf eine starke Pipeline und weiteres Wachstumspotenzial hin, insbesondere im US-Geschäft mit Firmenkunden.

CEO Karp warnt vor verpassten Trends

Firmengründer Alexander Karp nutzte seinen Aktionärsbrief für eine ungewöhnlich direkte Botschaft. Er warnte, dass ganze Staaten den Technologietrend verschlafen könnten, und plädierte dafür, eigene Werte mutiger zu verteidigen. Der Brief wurde als einer der bemerkenswertesten des Jahres bezeichnet – Karp verzichtet auf Standard-Floskeln und gibt eine klare Vision vor.

Die Börse jedenfalls zeigt sich überzeugt: Mit einem KGV von über 342 preist sie enormes Wachstum ein. Ob diese Erwartungen erfüllt werden können, hängt maßgeblich davon ab, ob Palantir seine Führungsposition beim Thema Enterprise-KI weiter ausbauen kann.

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