Palantir Aktie: Befreiungsschlag nach Zahlen-Hammer
Der Datenanalysespezialist hat nachbörslich kräftig zugelegt – die Aktie schnellte um rund 7,6 Prozent auf 157 Dollar nach oben. Damit erobert das Papier die entscheidende Unterstützungszone um 150 Dollar zurück, die zuletzt akut gefährdet schien. Ob sich das Niveau am Dienstag im regulären Handel behaupten kann, wird nun zur Nagelprobe.
Der Grund für den Kurssprung: Das Unternehmen übertrifft die Erwartungen gleich mehrfach. Im vierten Quartal kletterten die Erlöse um 69,9 Prozent auf 1,41 Milliarden Dollar – Analysten hatten nur 1,34 Milliarden auf dem Zettel. Besonders beeindruckend entwickelt sich das US-Geschäft: Die kommerzielle Sparte legte um 137 Prozent zu, noch schneller als die bereits starken 121 Prozent im Vorquartal.
Das operative Ergebnis schießt regelrecht durch die Decke. Das bereinigte Betriebsergebnis erreichte 798 Millionen Dollar, deutlich über der Konsensschätzung von 701 Millionen. Die operative Marge verbesserte sich von 51 auf beachtliche 57 Prozent. Beim Nettogewinn vermeldet das Unternehmen 608,7 Millionen Dollar oder 0,24 Dollar je Anteilsschein – nach nur 79 Millionen Dollar im Vorjahr.
Pentagon setzt auf KI-Plattform
Die Auftragsbücher füllen sich zusehends mit hochkarätigen Regierungsverträgen. Die US-Marine beauftragte das Unternehmen mit einem 448-Millionen-Dollar-Zweijahresvertrag zur Optimierung der U-Boot-Produktion. Die National Geospatial Intelligence Agency sicherte sich mit dem 646-Millionen-Dollar-Vertrag "Glacier Bay" Zugang zur Analyseplattform.
William Blair stuft die Aktie weiterhin mit "Outperform" ein und verweist auf die wachsende Bedeutung für kritische Datenanalysen im Verteidigungssektor. Das Verteidigungsministerium verlasse sich zunehmend auf die Mission-kritischen Plattformen des Anbieters.
Prognose schlägt alle Schätzungen
Doch die eigentliche Überraschung steckt im Ausblick für 2026. Das Management peilt Erlöse von rund 7,2 Milliarden Dollar an – der Konsens lag bei lediglich 6,3 Milliarden. Das bereinigte Betriebsergebnis soll 4,1 Milliarden Dollar erreichen, verglichen mit der Analystenschätzung von 3,1 Milliarden. Beim freien Cashflow sind etwa 4,0 Milliarden Dollar das Ziel.
Die Börse honoriert die Entwicklung entsprechend. Mit einem nachbörslichen Kurs von 158 Dollar erreicht die Marktkapitalisierung 406 Milliarden Dollar. Damit rangiert das Unternehmen zwischen KI-Riesen wie Anthropic mit 360 Milliarden und OpenAI mit geschätzten 750 bis 830 Milliarden Dollar – und deutlich vor Databricks mit 134 Milliarden.
Allerdings bleibt die Bewertung ambitioniert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 342, die Bewertungskennzahlen bewegen sich auf hohem Niveau. In der vergangenen Woche hatte die Aktie noch 11,76 Prozent eingebüßt, während das Papier über zwölf Monate hinweg 79,14 Prozent zulegte.
RBC Capital hält an seinem "Underperform"-Rating mit einem Kursziel von 50 Dollar fest – die Erlöse hätten den Konsens zwar um rund 5 Prozent übertroffen, doch die Bewertung bleibe herausfordernd.
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