Ørsted zieht die Zügel straffer und ordnet das Portfolio neu. Mit dem Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts und Rückenwind aus US-Gerichten legt der Konzern den Fokus noch klarer auf Offshore-Wind. Doch wie solide ist die finanzielle Basis für den nächsten Wachstumsschritt?

  • Verkauf des europäischen Onshore-Portfolios für 1,44 Mrd. Euro an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP)
  • Baustart-Freigabe für zwei große US-Offshore-Projekte nach gerichtlichen Anordnungen
  • Jahresbericht 2025 mit EBITDA 25,1 Mrd. DKK und 3,2 Mrd. DKK Nettogewinn
  • Ausblick 2026: EBITDA über 28 Mrd. DKK, Investitionen 50–55 Mrd. DKK
  • Stellenabbau: rund 2.000 Jobs bis Ende 2027

Verkauf stärkt die Kasse

Ørsted hat vereinbart, das komplette europäische Onshore-Geschäft an CIP zu verkaufen. Der Deal hat ein Volumen von 1,44 Mrd. Euro und soll – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Zum Paket gehören Projekte aus den Bereichen Onshore-Wind, Solar und Batteriespeicher in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien.

Mit dem Schritt schließt Ørsted ein umfassenderes Verkaufsprogramm ab. Zusammen mit weiteren Transaktionen brachte dieses Programm Erlöse von rund 46 Mrd. DKK ein. Das verbessert die finanzielle Ausgangslage und passt zur strategischen Linie, Mittel stärker auf Offshore-Windmärkte in Europa zu bündeln.

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US-Projekte dürfen weitergebaut werden

In den USA kann Ørsted zwei zentrale Offshore-Windparks weiter vorantreiben. Bundesgerichte haben einstweilige Verfügungen erlassen, die frühere Arbeitsstopps aufheben. Damit dürfen die Bauarbeiten an Revolution Wind und Sunrise Wind wieder anlaufen.

Revolution Wind (geplant 704 MW) soll nun 2026 vollständig in Betrieb gehen. Sunrise Wind vor der Küste von New York ist mit 924 MW geplant und wird weiterhin für 2027 als Inbetriebnahmejahr erwartet. Beide Projekte spielen eine wichtige Rolle in Ørsteds Ausbauplänen im US-Markt.

Zahlen 2025 und Blick nach vorn

Der Verwaltungsrat hat den Jahresbericht 2025 genehmigt. Ørsted meldete ein EBITDA von 25,1 Mrd. DKK (ohne neue Partnerschaftsvereinbarungen und ohne Stornogebühren) – im Rahmen der eigenen Prognose. Der Nettogewinn lag bei 3,2 Mrd. DKK.

Für 2026 stellt das Unternehmen ein EBITDA von über 28 Mrd. DKK in Aussicht. Die Bruttoinvestitionen sollen bei 50 bis 55 Mrd. DKK liegen. Parallel zur strategischen Neuausrichtung und Effizienzagenda plant Ørsted, die Belegschaft bis Ende 2027 um rund 2.000 Stellen zu reduzieren.

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