Orsted startet Anfang Februar 2026 in eine entscheidende Woche. Während das Unternehmen heute Änderungen im Aufsichtsrat bekannt gibt, richtet sich der Blick der Anleger bereits auf den Jahresbericht 2025, der am Freitag erscheint. Gleichzeitig laufen in den USA wichtige Gerichtsverfahren zu offshore-Projekten.

Neue Besetzung im Aufsichtsrat

Am Montagmorgen gab Orsted eine Änderung bei den arbeitnehmergewählten Aufsichtsratsmitgliedern bekannt. Arul Gynasegaran, Senior Project Lead im Engineering-Bereich, ist neu in das Gremium eingezogen. Er löst Leticia Mandiola ab, die ihren Posten niedergelegt hat.

Gynasegarans technischer Hintergrund passt zur aktuellen Fokussierung des Konzerns auf die Umsetzung komplexer Infrastrukturvorhaben wie Hornsea 3 und das US-Portfolio.

Gerichtsanhörung zu Sunrise Wind

Jenseits des Atlantiks beobachten Investoren gespannt die rechtliche Entwicklung. Nach jüngsten Gerichtsentscheidungen, die den Bau mehrerer Projekte an der Atlantikküste wieder freigegeben haben, steht nun Sunrise Wind im Fokus.

Für den 2. Februar 2026 war eine Anhörung zum Sunrise Wind-Projekt angesetzt. Dies folgt auf eine breitere rechtliche Entspannung für den Sektor: Ein US-Bezirksgericht hatte kürzlich Baustopp-Anordnungen für mehrere Offshore-Windparks aufgehoben. Die Wiederaufnahme der Arbeiten ist für Orsteds US-Pipeline von zentraler Bedeutung:

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  • Revolution Wind (704 MW): Das Projekt ist rund 87% fertiggestellt, die Inbetriebnahme wird für 2026 erwartet.
  • Sunrise Wind (924 MW): Vor den behördlichen Unterbrechungen lag der Fertigstellungsgrad bei etwa 50%. Das Ergebnis der laufenden rechtlichen Prüfungen ist daher entscheidend für den weiteren Zeitplan.

Jahresbericht am Freitag

Diese operativen Entwicklungen sind Auftakt zur wichtigsten Finanzveröffentlichung der Woche. Orsted legt am Freitag, 6. Februar 2026, den Geschäftsbericht für 2025 vor.

Die Zahlen werden zeigen, wie sich das volatile Jahr für den Sektor finanziell niedergeschlagen hat. Anleger erwarten Aufschluss über Kapitalallokation, mögliche Wertberichtigungen und die Prognose für 2026 – insbesondere mit Blick auf Kapitalkosten und Projekt-Renditen im aktuellen Zinsumfeld.

Hornsea 3 macht Fortschritte

In Europa treibt das Unternehmen sein Megaprojekt Hornsea 3 voran. In Norfolk laufen derzeit Transportarbeiten: Große Transformatoren werden zur Onshore-Konverterstation in Swardeston gebracht. Diese Infrastruktur ist notwendig, um den 2,9 GW starken Windpark ans britische Netz anzuschließen.

Zusätzlich begrüßte Orsted kürzlich den "Joint Offshore Wind Investment Pact for the North Seas", der beim North Sea Summit 2026 unterzeichnet wurde. Das Abkommen zielt darauf ab, Investitionsrahmen zwischen europäischen Ländern zu standardisieren und den Kapazitätsausbau bis 2050 zu beschleunigen.

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