Ein US-Gerichtsentscheid sorgt heute für deutliches Aufatmen bei Orsted. Nach einer bundesgerichtlichen Verfügung darf der dänische Konzern die Arbeiten am wichtigen Offshore-Windprojekt Revolution Wind vor der US-Ostküste umgehend wieder aufnehmen. Der Titel reagiert mit einem klaren Kurssprung, nachdem die US-Aktivitäten zuletzt von hoher Unsicherheit geprägt waren.

US-Richter hebt Baustopp auf

Ein Richter eines US-Bundesbezirksgerichts hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die einen zuvor verhängten Baustopp für den nahezu fertiggestellten Offshore-Windpark Revolution Wind vor Rhode Island aufhebt. Die US-Regierung hatte die Arbeiten zuvor mit Verweis auf nationale Sicherheitsbedenken ausgesetzt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Orsted?

Der Richter kam nun zu dem Schluss, dass Orsted „irreparabler Schaden“ drohen würde, sollte die Suspendierung während des laufenden Rechtsstreits bestehen bleiben. Damit kann der Konzern die Bauarbeiten an dem Großprojekt wieder fortsetzen.

Die Entscheidung ist finanziell bedeutsam: Durch den Baustopp fielen nach Unternehmensangaben tägliche Kosten von rund 1,4 Millionen US‑Dollar an. Zugleich stellt das Urteil einen Kontrapunkt zu früheren, deutlich kritischeren Vorgaben der Trump-Regierung gegenüber Offshore-Windprojekten dar, die bereits mehrere Vorhaben im Milliardenvolumen gebremst hatten.

Deutlicher Kurssprung nach Entscheidung

Die Reaktion an der Börse fiel prompt und eindeutig aus. Im Anschluss an die Gerichtsentscheidung sprang die Orsted-Aktie um mehr als 5 % nach oben, in der Spitze wurden sogar bis zu 6,6 % Kursplus gemeldet. Damit erreichte der Titel ein Einmonatshoch – ein Zeichen spürbarer Erleichterung im Markt.

Die zentrale Botschaft für Anleger lässt sich in wenigen Punkten zusammenfassen:

  • Ein US-Bundesrichter erlaubt die sofortige Wiederaufnahme der Arbeiten am Projekt Revolution Wind.
  • Die Aktie legte auf die Nachricht hin um mehr als 5 % zu und markierte ein Einmonatshoch.
  • Revolution Wind ist ein Joint Venture mit einem Investitionsvolumen von rund 5 Mrd. US‑Dollar und zu etwa 87–90 % fertiggestellt.
  • Der Baustopp verursachte laufende Zusatzkosten von etwa 1,4 Mio. US‑Dollar pro Tag.

Der Kurssprung spiegelt die nun gesunkenen Risiken wider, dass Orsted bei einem längerfristigen Stopp oder einem Abbruch des Projektes hohe Verluste hätte hinnehmen müssen.

Schlüsselprojekt für US-Strategie

Revolution Wind ist ein Kernbaustein der US-Strategie von Orsted. Der Offshore-Windpark mit einer Leistung von 704 MW wird als 50/50‑Joint Venture mit Skyborn Renewables, einer Beteiligung von Global Infrastructure Partners, umgesetzt. Nach Fertigstellung soll die Anlage mehr als 350.000 Haushalte in Connecticut und Rhode Island mit Strom versorgen.

Nach milliardenschweren Investitionen verschafft die juristische Entscheidung Orsted nun die Möglichkeit, in die Endphase eines Projekts einzutreten, das für die saubere Energieversorgung der Region eine Schlüsselrolle spielt. Für Investoren, die im vergangenen Jahr zusätzliches Kapital bereitgestellt hatten, reduziert sich damit ein wichtiger Unsicherheitsfaktor – auch wenn die rechtliche Lage anderer US-Projekte wie Sunrise Wind weiterhin offen ist.

Orsted-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Orsted-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Orsted-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Orsted-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Orsted: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...