Der Goldmarkt steht vor einem entscheidenden Moment. Massive ETF-Abflüsse und ein hartnäckig starker Dollar haben das Edelmetall unter Druck gesetzt — und heute Abend könnten die US-PCE-Inflationsdaten die nächste Richtungsentscheidung erzwingen.

Milliarden fließen aus dem weltgrößten Gold-ETF ab

Beim SPDR Gold Shares, dem weltgrößten Gold-ETF, zogen Investoren binnen einer Woche rund 2,1 Milliarden US-Dollar ab. Die Goldbestände sanken auf 1.052 Tonnen — ein Rückgang von 14,57 Tonnen in sieben Tagen. Dahinter stecken wohl Gewinnmitnahmen nach dem Allzeithoch von 5.598 USD Ende Januar sowie Umschichtungen in risikoreichere Assets.

Bemerkenswert ist dabei der Kontrast zum Silbermarkt: Während Gold Abflüsse verzeichnet, strömten in denselben Zeitraum 559 Millionen USD in den größten Silber-ETF. Eine klare Verschiebung innerhalb des Edelmetallsektors.

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Das Zinsparadoxon belastet

Eigentlich sollte Gold in geopolitisch unsicheren Zeiten glänzen. Der eskalierende US-Israel/Iran-Konflikt und Brent-Crude nahe 109 USD je Barrel haben jedoch das Gegenteil bewirkt: Die Inflationsangst dominiert, und der Markt preist für 2026 null Fed-Zinssenkungen ein — zu Jahresbeginn waren noch drei erwartet worden.

Der Wendepunkt kam am 18. März, als Gold in einer einzigen Sitzung um 3,7 % einbrach und unter seinen 50-Tage-Durchschnitt fiel. Auslöser war der hawkishe Dot Plot der Fed, die ihre Zinssenkungsprognosen von zwei auf eine Senkung reduzierte. Ein stärkerer Dollar tat sein Übriges.

Zentralbanken kaufen — aber deutlich weniger

Ein weiteres Signal gibt die Nachfrageseite: Zentralbanken kauften im Januar 2026 netto lediglich 5 Tonnen Gold, verglichen mit einem monatlichen Schnitt von 27 Tonnen im Jahr 2025. Immerhin wird die Käuferbasis wieder breiter — Malaysia trat erstmals seit 2018 als Käufer auf, Südkorea kündigte Goldexposition über physisch gedeckte ETFs an, und China dehnte seine Kaufserie auf 15 aufeinanderfolgende Monate aus.

Große Banken halten trotz der laufenden Korrektur an Kurszielen zwischen 4.700 und 6.000 USD für 2026 fest. Der heutige Core-PCE-Wert — erwartet wird ein Anstieg von 0,4 % im Monatsvergleich — wird zeigen, ob dieser Optimismus vorerst Bestand hat oder ob eine weitere Zinspause der Fed das Edelmetall noch länger unter Druck hält.

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