Oracle steht vor einem richtungsweisenden Termin: Am 10. März 2026 legt der Software-Konzern seine Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Die Stimmung im Vorfeld ist gemischt, denn massive Investitionen in die KI-Infrastruktur treffen auf wachsende Finanzierungssorgen und juristischen Gegenwind. Während das Cloud-Geschäft boomt, fragen sich Anleger, ob das Wachstum die enormen Kosten schnell genug decken kann.

Infrastruktur-Kosten im Fokus

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die aggressive Expansionsstrategie des Unternehmens. Das Management prognostizierte zuletzt Kapitalausgaben (CapEx) von rund 50 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2026. Diese Gelder fließen primär in den Ausbau von Rechenzentren, insbesondere für das "Stargate"-Projekt, um die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz bereitzustellen.

Diese Ausgabenoffensive sorgt jedoch für Unruhe. Marktteilnehmer wägen ab, ob die daraus resultierenden Einnahmen die Belastung der Bilanz rechtfertigen. Berichte über Gespräche mit alternativen Aktienpartnern zur Finanzierung eines großen Standorts in Michigan befeuern die Debatte über die Finanzierungsstrategie zusätzlich. Dies spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der seit Jahresbeginn rund 21 Prozent nachgegeben hat und aktuell bei etwa 131 Euro notiert.

Analysten uneins, Auftragsbücher voll

Die Bewertung der Lage fällt an der Wall Street unterschiedlich aus. RBC Capital senkte das Kursziel auf 160 Dollar und verwies auf die hohe Verschuldung im Verhältnis zum Infrastrukturausbau. Im Gegensatz dazu sieht Oppenheimer die Aktie bei 185 Dollar und setzt darauf, dass sich die langfristigen KI-Investitionen in deutlich steigenden Umsätzen niederschlagen werden.

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Tatsächlich gibt es operative Lichtblicke: Die noch zu erfüllenden Leistungsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations) stiegen im Jahresvergleich um 40 Prozent. Dieser Anstieg wird vor allem durch Großaufträge im Bereich der Künstlichen Intelligenz getrieben und deutet auf eine robuste Nachfrage im Cloud-Segment hin.

Juristische Hürden

Zusätzlich belasten seit Anfang März 2026 mehrere Sammelklagen die Stimmung. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, die kurzfristigen Kosten der Rechenzentrumsstrategie und deren Auswirkungen auf den Free Cash Flow sowie die Kreditstabilität nicht ausreichend kommuniziert zu haben. Anleiheinvestoren beobachten daher genau, wie stark Oracle auf externe Finanzierungen angewiesen ist.

Am 10. März wird sich zeigen, ob Oracle den Spagat zwischen Kostenexplosion und Wachstum meistern kann. Marktbeobachter werden besonders darauf achten, ob sich der pralle Auftragsbestand bereits in konkreten Cashflows niederschlägt und wie das Management die Pläne zur Finanzierung der weiteren Expansion konkretisiert.

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