Oracle Aktie: TikTok-Deal gegen Burry-Wette
Ein politischer Coup verschafft Oracle Zugriff auf eine der begehrtesten Plattformen der Welt: Durch das neue TikTok-Joint-Venture sichert sich der Software-Riese einen strategischen Anteil am US-Geschäft der Video-App. Doch die Freude wird getrübt. Star-Investor Michael Burry wettet offen gegen das Unternehmen und warnt vor einer Schuldenfalle, während der Aktienkurs in den letzten Wochen deutlich unter Druck stand.
Strategischer Sieg im Tech-Sektor
Die Einigung im Streit um TikToks US-Geschäft positioniert Oracle zentral. Nach monatelangem Ringen steht fest: Investoren aus den USA und aller Welt werden künftig 80,1 Prozent der US-Sparte halten. Im Rahmen dieser Vereinbarung erwerben Oracle, Silver Lake und die in Abu Dhabi ansässige MGX jeweils einen Anteil von 15 Prozent. ByteDance behält lediglich 19,9 Prozent.
Ex-Präsident Donald Trump bestätigte den Deal und bezeichnete die neuen Eigentümer als Gruppe „großartiger amerikanischer Patrioten“. Für Oracle bedeutet dies nicht nur Prestige, sondern die operative Aufsicht über Daten und Algorithmen einer massiven Nutzerbasis – ein Aspekt, der perfekt in die Cloud-Strategie des Konzerns passt.
Prominenter Gegenwind
Trotz der positiven Nachrichtenlage herrscht am Markt Skepsis, die sich im Chartbild widerspiegelt. Die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen rund 16 Prozent an Wert. Angeführt wird das Lager der Bären von „Big Short“-Legende Michael Burry. Er hat Put-Optionen erworben und setzt auf weiter fallende Kurse. Seine Warnsignale basieren auf fundamentalen Bedenken:
- Schuldenlast: Burry verweist auf Verbindlichkeiten von rund 124 Milliarden Dollar (inklusive Leasingverpflichtungen).
- Cash Flow: Im zweiten Quartal verzeichnete Oracle einen negativen Free Cash Flow von 10 Milliarden Dollar.
- Investitionsrisiko: Geplante Ausgaben von fast 50 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2026 treffen auf ein unsicheres Marktumfeld.
Burry hinterfragt kritisch, wie Oracle diese aggressive Expansion finanzieren will, sollte sich die Nachfrage abschwächen.
Wachstum trifft auf volatile Bewertung
Den Bedenken stehen beeindruckende Wachstumszahlen im Kerngeschäft gegenüber. Der Cloud-Umsatz kletterte zuletzt um 34 Prozent auf 8,0 Milliarden Dollar. Besonders der Auftragsbestand (RPO) explodierte förmlich auf 523 Milliarden Dollar, getrieben durch Verpflichtungen von Tech-Schwergewichten wie Meta und Nvidia.
Die Stimmungslage bleibt jedoch gespalten. Während Privatanleger laut aktuellen Daten den TikTok-Einstieg feiern, bewerten Analysten die Diskrepanz zwischen Wachstumschancen und Bilanzrisiken vorsichtiger. Die kommenden Quartale müssen zeigen, ob das operative Cloud-Wachstum stark genug ist, um die von Burry kritisierten Kapitalkosten zu decken und den Abwärtstrend der letzten Wochen nachhaltig zu brechen.
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