Nach einem monatelangen Kursverfall meldet sich Oracle eindrucksvoll zurück. Die gestern nach US-Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen auf ganzer Linie – und die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Plus von rund 11 Prozent auf etwa 165 Dollar.

Zum Vergleich: Im September 2025 hatte der Titel noch die 346-Dollar-Marke im Visier. Bis Anfang Februar war er um rund 60 Prozent auf etwa 135 Dollar eingebrochen – ein harter Absturz, der vor allem Sorgen über überhitzte KI-Infrastrukturinvestitionen und die enge Verflechtung mit OpenAI widerspiegelte.

Zahlen überzeugen auf allen Ebenen

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Oracle einen Umsatz von 17,2 Milliarden Dollar – deutlich über der Analystenerwartung von 16,92 Milliarden Dollar und rund 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders bemerkenswert: Das Cloud-Geschäft legte im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar zu.

Auch beim Gewinn lieferte das Unternehmen. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,79 Dollar, nach 1,02 Dollar im Vorjahr und über der Konsensprognose von 1,70 Dollar. Der Nettogewinn stieg auf knapp 3,7 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr hob das Management die Umsatzerwartungen an – ein Signal, das Anleger offensichtlich gerne gehört haben.

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Zwischen OpenAI-Abhängigkeit und hartem Wettbewerb

Trotz der starken Zahlen bleibt der strukturelle Gegenwind bestehen. Die enge Bindung an OpenAI – eine Vereinbarung über Rechenzentrumskapazitäten im Wert von 300 Milliarden Dollar – ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits verschafft sie Oracle eine einzigartige Positionierung im KI-Infrastrukturmarkt. Andererseits macht sie das Unternehmen stark abhängig von einem einzigen Großkunden.

Dazu kommt der Wettbewerbsdruck durch Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud – drei Konkurrenten mit deutlich tieferen Taschen und etablierteren Kundenstämmen.

Jefferies sieht in den Ergebnissen dennoch einen klaren Beleg dafür, dass die KI-Infrastrukturstrategie zu nachhaltigen Aufträgen führt, und bestätigte sein Kursziel von 320 Dollar. Damit hätte die Aktie – gemessen am vorbörslichen Kurs von rund 165 Dollar – theoretisch noch erhebliches Aufholpotenzial. Ob die Rallye Bestand hat, hängt nun davon ab, wie überzeugend Oracle den eingeschlagenen Wachstumspfad in den kommenden Quartalen verteidigen kann.

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