Oracle handelt heute Ex-Dividende, doch der aktuelle Kursdruck hat tiefere Ursachen als den reinen Dividendenabschlag. Während das Unternehmen massiv in die KI-Infrastruktur investiert, sorgen explodierende Kosten und ein negativer Cashflow für Unruhe an der Wall Street. Die zentrale Frage lautet: Übernimmt sich der Software-Riese mit seinem teuren Umbau zum Hardware-Player?

Mehr als nur Dividendenabschlag

Zum heutigen Freitag, den 9. Januar 2026, wird die Aktie mit einem Abschlag von 0,50 US-Dollar gehandelt, da die Dividende fällig wird. Dieser technische Effekt wird jedoch von einer breiteren Marktbewegung überlagert: Investoren schichten derzeit Kapital von hoch bewerteten Technologietiteln in den Verteidigungssektor um. Auslöser sind Berichte über ein geplantes, massives Verteidigungsbudget für 2027. Diese Rotation trifft Oracle in einer ohnehin schwierigen Phase, da die Aktie seit ihren Hochs im Oktober 2025 bereits rund 35 Prozent an Wert verloren hat.

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Investitionen fressen Cashflow

Der Hauptgrund für die anhaltende Skepsis liegt in der aggressiven Ausgabenpolitik des Managements. Für das Geschäftsjahr 2026 wurden Investitionen (CapEx) von rund 50 Milliarden US-Dollar angekündigt – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Zwar dient dieses Geld dazu, einen rekordverdächtigen Auftragsbestand von 523 Milliarden US-Dollar abzuarbeiten, der unter anderem einen gewaltigen Infrastruktur-Deal mit OpenAI umfasst, doch die kurzfristigen finanziellen Folgen sind gravierend.

Der beschleunigte Bau von Rechenzentren hat den freien Cashflow (Free Cash Flow) ins Negative gedreht. Berichten zufolge verzeichnete Oracle im zweiten Geschäftsquartal ein Defizit von 10 Milliarden US-Dollar, um das Wachstum zu finanzieren. Marktkommentatoren wie Jim Cramer äußerten sich am Freitag skeptisch zu dieser Strategie und verwiesen auf die steigenden Risiken durch die wachsende Schuldenlast.

Fazit

Die Oracle-Aktie befindet sich in einer sensiblen Übergangsphase. Der Konzern wettet seine Bilanzstärke auf den anhaltenden KI-Boom und wandelt sich vom margenstarken Software-Anbieter zum kapitalintensiven Infrastruktur-Baumeister. Solange der Beweis aussteht, dass diese massiven Vorleistungen wieder in positive Zahlungsströme münden, dürfte das Papier anfällig für weitere Volatilität bleiben.

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