OHB Aktie: Milliardenauftrag im Visier
Der Bremer Raumfahrtkonzern greift nach einem der größten Rüstungsaufträge der deutschen Geschichte. Gemeinsam mit Rheinmetall und Airbus formiert sich ein Konsortium für das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4, das ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro verspricht. Gelingt hier der Zuschlag, würde das die Dimensionen des Unternehmens für die kommenden Jahre grundlegend verändern.
Historisches Projekt für die Bundeswehr
Im Zentrum der Vergabe steht der Aufbau eines unabhängigen Satellitennetzwerks für die Streitkräfte. Geplant ist eine Konstellation von 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, um die Kommunikation der Bundeswehr abzusichern. Innerhalb des geplanten Konsortiums sind die Rollen klar verteilt: Während Rheinmetall die militärische Systemintegration steuern soll, wäre OHB für das Engineering und die eigentliche Fertigung der Satelliten zuständig.
Dass der Konzern sich intensiv auf dieses Szenario vorbereitet, zeigt ein strategischer Zukauf aus dem vergangenen Herbst. Im Oktober 2025 übernahm OHB ein Werk im sächsischen Schöneck, um exakt die Kapazitäten zu schaffen, die für eine derartige Serienfertigung benötigt werden.
Rückenwind aus dem zivilen Sektor
Doch nicht nur das Verteidigungsgeschäft sorgt aktuell für operativen Schub. Auch im zivilen Bereich liefert das Unternehmen greifbare Ergebnisse. Der erfolgreiche kommerzielle Start der Ariane 6 Mitte Februar spült über die Tochtergesellschaft MT Aerospace, die wichtige Strukturkomponenten für die Rakete fertigt, verlässliche Erträge in die Kassen.
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Zusätzlich sicherte sich die italienische OHB-Tochter erst kürzlich einen Vertrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Für zunächst 81,2 Millionen Euro entwickelt das Unternehmen ein Raumfahrzeug für die RAMSES-Mission, die 2029 den Vorbeiflug des Asteroiden Apophis untersuchen soll.
Volle Auftragsbücher vor dem Zahlenwerk
Diese operative Dynamik spiegelt sich deutlich in den Büchern wider. Im abgelaufenen Jahr kletterte der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand sprang sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Basierend auf steigenden Budgets der ESA und nationaler Kunden hob das Management die mittelfristigen Wachstumsziele zuletzt an und plant für 2026 mit einer Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent.
Ob das finanzielle Fundament und die Liquidität stark genug für die ambitionierten Expansionspläne und den potenziellen Bundeswehr-Großauftrag sind, zeigt sich in wenigen Tagen. Am kommenden Donnerstag, den 19. März, präsentiert OHB den testierten Jahresabschluss für 2025. Diese Zahlen bilden den entscheidenden Prüfstein für Investoren, bevor in den darauffolgenden Monaten die finale Entscheidung über das milliardenschwere SATCOMBw-Projekt fällt.
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