Der Goldpreis bekommt diese Woche Gegenwind aus den USA. Ein überraschend robuster Arbeitsmarkt drückt die Erwartungen an schnelle Zinssenkungen – und genau das ist für das zinslose Edelmetall meist kein Rückenwind. Gleichzeitig sorgt ein schwächerer Konsum dafür, dass die Abwärtsbewegung bislang begrenzt bleibt.

Die wichtigsten Punkte:
- US-Arbeitsmarkt: +130.000 Jobs im Januar, Arbeitslosenquote 4,3%
- Zinsfantasie für 2026 kühlt ab: statt bis zu drei Senkungen nun mehrheitlich maximal zwei
- Erste Lockerung: Markt verortet sie eher im Juli statt im Juni
- Chartmarke: 5.000–5.050 US-Dollar als zentrale Unterstützung

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Starker Arbeitsmarkt verschiebt Zinsfantasie

Die neuen Daten des US-Arbeitsministeriums senden ein klares Signal: Der Jobaufbau fiel stärker aus als viele Ökonomen erwartet hatten, gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote überraschend auf 4,3%. Das steht quer zu den Rezessionsängsten, die den Goldpreis zu Wochenbeginn noch gestützt hatten.

An den Terminmärkten folgte die Anpassung prompt. Händler schraubten ihre Erwartungen an Zinssenkungen für 2026 zurück. Statt bis zu drei Schritten werden nun überwiegend maximal zwei Senkungen eingepreist. Auch der Zeitplan verschiebt sich: Eine erste Lockerung sehen viele Akteure inzwischen eher im Juli als im Juni. Für Gold ist das relevant, weil höhere Zinsen die Opportunitätskosten erhöhen und tendenziell den US-Dollar stützen.

Schwacher Konsum hält dagegen

Ganz so eindeutig ist das Gesamtbild aber nicht. Die US-Einzelhandelsumsätze für Dezember stagnierten. Das deutet darauf hin, dass Verbraucher trotz stabiler Beschäftigung vorsichtiger agieren.

Genau diese Diskrepanz erhöht die Unsicherheit: Ein zu langes Festhalten an hohen Zinsen könnte den Konsum weiter ausbremsen, eine zu frühe Lockerung bei stabilem Arbeitsmarkt birgt dagegen Inflationsrisiken. Was bedeutet das konkret für Gold? Der Preis reagiert empfindlich auf neue Daten – mal dominiert der Zinsblick, mal die Sorge um die Konjunktur.

Geopolitik, Zentralbanken und Chartmarken

Zusätzliche Stützen kommen abseits der Makrodaten. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten halten eine Sicherheitsprämie im Markt, Rücksetzer werden zur Absicherung genutzt. Dazu bleibt die Nachfrage der Zentralbanken hoch, vor allem aus Asien – das stabilisiert das Preisniveau.

Technisch steckt Gold in einer Konsolidierung. Der Bereich 5.000 bis 5.050 US-Dollar gilt als massive Unterstützungszone. Solange diese Marke auf Wochenschlusskursbasis hält, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt.

Entscheidend für die kurzfristige Richtung werden die anstehenden Inflationsdaten: Bestätigen sie eine hartnäckige Teuerung, könnte der Druck zunehmen. Fallen sie dagegen moderater aus, rücken die schwachen Konsumsignale wieder stärker in den Vordergrund – und damit auch die Argumente der Goldkäufer.

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