OMV sichert sich strategisch ab: Die rumänische Tochter OMV Petrom hat einen Millionenvertrag für den Hafen Constanța unterzeichnet – zeitgleich trifft den Konzern in Österreich ein schmerzhafter Kostenanstieg. Die Netzgebühren für Gas sind seit Jahresbeginn um durchschnittlich 18 Prozent gestiegen, in einzelnen Bundesländern sogar um bis zu 35 Prozent.

Die wichtigsten Fakten:
- OMV Petrom sichert sich Umschlagkapazitäten in Constanța für 12 Millionen Euro
- Vertrag läuft über gesamtes Jahr 2026 und umfasst Rohöl, Diesel und Chemieprodukte
- Österreichische Gas-Netzgebühren steigen im Schnitt um 18,2 Prozent
- Aktie notiert bei 48,64 Euro, rund 12 Prozent unter Jahreshoch

Infrastruktur für Neptun Deep gesichert

Der Vertrag mit Oil Terminal S.A. verschafft OMV Petrom die nötige logistische Basis für das Großprojekt Neptun Deep. Das Tiefsee-Gasfeld im Schwarzen Meer soll ab 2027 erste Fördermengen liefern. Bis Ende dieses Jahres will der Konzern zehn Produktionssonden fertigstellen. Die rumänische Regierung hatte die Explorationslizenz erst im Dezember bis November 2027 verlängert.

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Der Hafen Constanța fungiert dabei als zentraler Knotenpunkt für die Raffinerie Petrobrazi. Analysten bewerten die Vertragssicherung positiv, da sie die Versorgungsketten in Südosteuropa stabilisiert.

Regulierung belastet Heimatmarkt

Parallel steigt der Druck im österreichischen Kerngeschäft. Die E-Control hat die Systemnutzungsentgelte für Gas deutlich angehoben – Kärnten und Niederösterreich trifft es mit Aufschlägen von 30 bis 35 Prozent besonders hart.

Der Grund für die Mehrkosten ist paradox: Sinkender Gasverbrauch durch mildere Winter und den Umstieg auf Wärmepumpen verteilt die fixen Infrastrukturkosten auf weniger Volumen. Für OMV bedeutet das entweder schrumpfende Margen im Vertriebsgeschäft oder beschleunigte Nachfragerückgänge, da Erdgas für Endkunden unattraktiver wird.

Entscheidende Marken im Blick

Technisch bewegt sich die Aktie knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 48,12 Euro. Ein Ausbruch über 48,80 Euro könnte den Weg zur psychologisch wichtigen 50-Euro-Marke öffnen. Die Jahreszahlen für das vierte Quartal 2025 werden voraussichtlich am 4. Februar veröffentlicht – dann zeigt sich, ob starke Raffineriemargen die schwächeren Beiträge aus dem Gashandel kompensiert haben.

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