Der geplante Börsengang des neuen Chemie-Giganten Borouge Group International (BGI) lässt auf sich warten. Wie die OMV und ihr Partner ADNOC am Donnerstag überraschend mitteilten, verschiebt sich das IPO auf das Jahr 2027. Für die Aktionäre des Wiener Konzerns hat diese Verzögerung direkte und spürbare finanzielle Konsequenzen.

Durch den vertagten Kapitalmarktauftritt halbiert sich die erwartete Dividende aus dem Joint Venture für das Jahr 2026. Statt der ursprünglich kalkulierten 500 Millionen US-Dollar rechnet die OMV nun nur noch mit einem Zufluss von 250 Millionen US-Dollar. Auf Ebene der Muttergesellschaft reduziert sich dadurch die Basis für die eigene Ausschüttung um 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie. Diese Nachricht trifft auf einen Kurs, der mit einem gestrigen Schlussstand von 58,65 Euro nur hauchdünn unter seinem erst in dieser Woche markierten 52-Wochen-Hoch notiert. Die Fallhöhe für kurzfristige Gewinnmitnahmen ist nach der starken Jahresperformance entsprechend hoch.

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Fusion schreitet planmäßig voran

Ungeachtet der Terminänderung für den Börsengang treiben die Partner die operative Zusammenführung zügig voran. Der rechtliche Zusammenschluss der Sparten Borealis, Borouge und Nova Chemicals soll bis Ende März abgeschlossen sein. Damit entsteht der weltweit viertgrößte Produzent von Polyolefinen, an dem die OMV und die ADNOC-Tochter XRG jeweils die Hälfte der Anteile halten werden. Das Umtauschangebot für die verbliebenen Streubesitzaktionäre der alten Borouge-Einheit rutscht parallel zur IPO-Verschiebung ebenfalls in das kommende Jahr.

Fokus auf langfristige Ertragskraft

Um die Attraktivität des künftigen Branchenriesen zu untermauern, gewährte das Management Einblicke in die mittelfristige Ertragsplanung. Ein zentraler Baustein ist dabei der Borouge-4-Komplex, der ab 2029 signifikant zum Ergebnis beitragen soll. Für die ersten drei Jahre nach Inbetriebnahme kalkulieren die Verantwortlichen mit einem kumulierten Nettogewinn von 400 Millionen US-Dollar aus diesem Bereich, gefolgt von einer angestrebten jährlichen Wachstumsrate von zehn Prozent.

Die zeitliche Streckung des Milliarden-Deals nimmt zwar die kurzfristige Perspektive einer schnellen Sonderausschüttung aus dem Markt, verschafft dem Management aber den nötigen Spielraum für die komplexe Integration der drei Fusionspartner. Solange die operative Zusammenführung der Chemiesparten bis Ende März reibungslos über die Bühne geht, bleibt das fundamentale Fundament des neuen Joint Ventures intakt.

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