OMV Aktie: IPO-Pause, halbe Dividende
OMV und ADNOC justieren ihre gemeinsame Chemie-Holding Borouge Group International nach — und das hat einen spürbaren Preis für Aktionäre. Der geplante Börsengang des Joint Ventures verschiebt sich auf 2027, und die Dividende für das laufende Geschäftsjahr schrumpft merklich.
Konkret sinkt der BGI-Beitrag zur OMV-Ausschüttung von erwarteten 500 Millionen US-Dollar auf 250 Millionen. Für Aktionäre bedeutet das eine Kürzung von rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie, wobei die zweite Dividendenzahlung 2026 auf die Hälfte des ursprünglich geplanten Betrags begrenzt wird. Die Aktie reagierte mit einem Rückgang von knapp drei Prozent.
Warum die Verzögerung?
Hinter der Entscheidung steckt kein operativer Rückschlag, sondern eine bewusste Bilanzstrategie. OMV und ADNOC wollen BGI vor dem Börsengang finanziell robuster aufstellen — und sich damit mehr Spielraum für das aktuelle Marktumfeld sichern. Für 2027 behalten sich beide Partner zudem vor, weitere Stützungsmaßnahmen zu prüfen, sollte die Bonitätsbewertung des Unternehmens Unterstützung benötigen.
Die operative Seite entwickelt sich unterdessen planmäßig. Die Zusammenführung von Borealis, Borouge und Nova Chemicals zur BGI soll noch bis Ende März abgeschlossen sein. Damit entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefinproduzent mit einer Jahreskapazität von 13,6 Millionen Tonnen.
Neues Abkommen für Borouge 4
Zusätzlich haben OMV und ADNOC eine Asset-Usage-Vereinbarung für den Borouge-4-Komplex in Abu Dhabi unterzeichnet. Die neue Polyolefin-Anlage — zu 70 Prozent im Besitz von ADNOC, zu 30 Prozent bei OMV — soll noch in diesem Quartal ihren Betrieb aufnehmen. Über die nächsten drei Jahre wird ein kumulierter Nettogewinn von rund 400 Millionen US-Dollar erwartet, was einer jährlichen Gewinnsteigerung von etwa zehn Prozent für Borouge Plc entspricht. Die Vereinbarung bleibt bis zur vollständigen Akquisition des Assets durch BGI gültig, die frühestens 2029 erwartet wird.
Trotz des kurzfristigen Dividendenrückgangs notiert die OMV-Aktie mit einem Jahresplus von knapp 19 Prozent deutlich im positiven Terrain. Der eigentliche Test für die BGI-Story kommt mit dem nun verschobenen Börsengang — frühestens 2027.
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