OMV Aktie: Chemie-Riese vor Abschluss
Das jahrelang geplante Chemie-Joint-Venture mit ADNOC soll noch vor Ende März finalisiert werden. Für OMV bedeutet das einen strukturellen Umbau — und eine konkrete Anpassung beim Dividendenausblick für 2026.
Ein 60-Milliarden-Dollar-Konstrukt nimmt Form an
Das neue Gemeinschaftsunternehmen Borouge Group International (BGI) entsteht durch die Zusammenführung von Borouge und Borealis sowie die Übernahme von Nova Chemicals. Mit einer Bewertung von über 60 Milliarden US-Dollar wird BGI zum viertgrößten Polyolefinproduzenten weltweit — mit OMV als Co-Anführer. Die meisten behördlichen Genehmigungen, darunter Direktinvestitionsgenehmigungen in den USA und Österreich, liegen bereits vor.
Parallel dazu haben die Partner eine „Asset-Usage-Vereinbarung" für das neue Polyolefin-Produktionsprojekt B4 in Abu Dhabi vereinbart, an dem ADNOC 70 Prozent und OMV 30 Prozent hält. Der Komplex mit einem 1,5-Millionen-Tonnen-Ethan-Cracker soll noch in diesem Quartal seinen Betrieb aufnehmen.
Dividende 2026 spürbar niedriger
Mit dem bevorstehenden Abschluss geht eine klare Botschaft an die Aktionäre einher: Die Dividendenzahlungen für 2026 werden vorübergehend begrenzt. OMV und ADNOC wollen die Bilanz von BGI angesichts des aktuellen Marktumfelds stärken und beschränken die zweite Dividendentranche auf 50 Prozent der ursprünglich geplanten Ausschüttung. Konkret bedeutet das einen Rückgang des BGI-Beitrags zur OMV-Dividende von 500 auf 250 Millionen US-Dollar — was sich mit rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 niederschlägt.
BGI soll zudem Investment-Grade-Ratings von S&P, Moody's und Fitch erhalten. Ein Tauschangebot zur Umwandlung bestehender Borouge-Aktien in BGI-Aktien ist für 2027 geplant, vorbehaltlich der Genehmigung durch die UAE Capital Market Authority. Bis dahin bleibt BGI privat gehalten.
Solide Basis, aber Energiesegment unter Druck
Die Ausgangslage für die Transaktion ist finanziell stabil. OMV erzielte für 2025 ein bereinigtes CCS-Betriebsergebnis von 4,6 Milliarden Euro bei einem operativen Cashflow von 5,2 Milliarden Euro. Die Verschuldungsquote liegt bei lediglich 14 Prozent. Das Chemiesegment steuerte 784 Millionen Euro zum bereinigten Betriebsergebnis bei. Das Energiesegment hingegen verlor 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro — belastet durch negative Markteffekte.
Am 9. April präsentiert OMV das Trading Update zum ersten Quartal 2026. Dann zeigt sich, ob das Chemie-Geschäft auch im laufenden Jahr die erhofften Impulse liefert — und wie das Unternehmen den Dividendenrückgang gegenüber Investoren kommuniziert.
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