Die Einschätzungen der Analysten könnten kaum weiter auseinanderklaffen. Während Goldman Sachs ein Kursziel von 54 Euro aufruft, sieht die Deutsche Bank Research die Aktie nur bei 23 Euro — eine Spanne von fast 135 Prozent zwischen den Extremen. Das spiegelt wider, wie tief gespalten der Markt bei Bayer derzeit ist.

Bullen gegen Bären: Die Kursziele im Überblick

Im optimistischen Lager stehen neben Goldman Sachs auch UBS (52 Euro), JPMorgan (50 Euro) und Barclays (48 Euro). Alle vier sehen erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 37,65 Euro. Die These: Der Konzern ist fundamental unterbewertet.

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Jefferies und die Deutsche Bank sehen das grundlegend anders. Mit Kurszielen von 25 beziehungsweise 23 Euro kalkulieren sie mit einem weiteren Rückgang von bis zu 40 Prozent. Beide Institute dürften dabei vor allem die anhaltenden rechtlichen Risiken rund um das Glyphosat-Erbe und die Verschuldungssituation gewichten.

Regulatorischer Gegenwind in Europa

Für das Crop-Science-Segment bleibt das regulatorische Umfeld in der EU ein strukturelles Thema. Die europäischen Grenzwerte für Pflanzenschutzmittelrückstände sind deutlich strenger als in den USA — für viele Substanzen gilt faktisch eine Nulltoleranz. Das erhöht den Aufwand für Zulassungsverfahren und schränkt den Handlungsspielraum in einem der wichtigsten Absatzmärkte ein.

Makrodruck von mehreren Seiten

Das Umfeld belastet zusätzlich. Der S&P 500 verzeichnete zuletzt vier Verlustwochen in Folge, der Ölpreis kletterte auf über 112 USD je Barrel, und die Fed hält an ihrer restriktiven Zinspolitik fest. Für einen forschungsintensiven Konzern mit hohem Kapitalbedarf wie Bayer sind steigende Finanzierungskosten kein Randproblem.

Der RSI liegt aktuell bei 20 — technisch ein deutliches Überverkauf-Signal. Ob das fundamental genug Substanz hat, um eine Gegenbewegung zu tragen, hängt maßgeblich davon ab, welchem Analysten-Lager der Markt in den kommenden Wochen mehr Glauben schenkt.

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