OMV hat die Weichen neu gestellt — und der Markt honoriert das. Die Aktie des österreichischen Energiekonzerns erreichte zuletzt ein neues Dreijahreshoch bei 58,90 Euro, gestützt von starken Jahreszahlen, einem strategischen Milliardendeal und einer überarbeiteten Dividendenpolitik. Hinter dem Kursanstieg steckt mehr als ein gutes Quartal.

Chemie übernimmt das Steuer

Das Geschäftsjahr 2025 lieferte ein bereinigtes CCS-Nettoergebnis von 1,94 Milliarden Euro — drei Prozent über dem Analystenkonsens. Doch interessanter als das Gesamtergebnis ist die Verschiebung darunter: Die Chemicals-Division steigerte ihr operatives Ergebnis um 71 Prozent auf 784 Millionen Euro. Die europäischen Steam-Cracker liefen mit 82 Prozent Auslastung — zehn Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt.

Das Energiesegment lief dagegen deutlich schwächer. Niedrigere Ölpreise drückten das operative Ergebnis um 29 Prozent. Die Zahlen verdeutlichen, was OMV strategisch ansteuert: raus aus der Abhängigkeit vom volatilen Rohölpreis, rein in das stabilere Chemiegeschäft.

Borouge-Deal als Transformationskern

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Der nächste große Schritt steht unmittelbar bevor. Der Zusammenschluss mit ADNOC zur Borouge Group International soll noch im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Das entstehende Joint Venture wird zum viertgrößten Polyolefin-Produzenten weltweit. Ab 2026 erwartet OMV aus dieser Beteiligung jährliche Dividenden von mindestens einer Milliarde US-Dollar.

Die neue Ausschüttungslogik macht den Strategiewandel auch für Aktionäre greifbar: Künftig fließen 50 Prozent der BGI-Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows in die Ausschüttung. Für 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor — die vierte Erhöhung in Folge. Die reguläre Dividende ist in diesem Zeitraum um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die Hauptversammlung am 27. Mai muss noch zustimmen; die Auszahlung ist für den 11. Juni vorgesehen.

Nächster Datenpunkt: 9. April

Am 9. April veröffentlicht OMV ein Trading Update für das erste Quartal 2026. Es liefert erste Hinweise darauf, wie stabil das laufende Jahr anläuft — und ob der BGI-Abschluss planmäßig verläuft. Für die Kursbewertung dürfte dieses Update der nächste wesentliche Prüfstein sein.

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