OMV Aktie: Energieknappheit alarmiert
OMV-Chef Alfred Stern schlägt Alarm. In einem Interview warnte der Vorstandsvorsitzende des österreichischen Energiekonzerns vor gravierenden Versorgungsengpässen bei Öl, Gas und Kraftstoffen — und zog dabei Parallelen zur Ölkrise der 1970er-Jahre.
Vier Tage Puffer für den Weltmarkt
Die Zahlen, die Stern präsentierte, sind ernüchternd. Bei einem globalen Tagesverbrauch von rund 100 Millionen Barrel Öl decken die strategischen Reserven von etwa 400 Millionen Barrel gerade einmal vier Tage ab. Selbst wenn diese Reserven gezielt eingesetzt würden, um Lieferausfälle durch den blockierten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu kompensieren, reichten sie für rund 14 Tage.
Dem Weltmarkt fehlen nach Sterns Einschätzung derzeit etwa ein Fünftel des benötigten Öls, ein Fünftel der LNG-Lieferungen sowie ein Zehntel der verfügbaren Kraftstoffe. Als mögliche Reaktion auf die Knappheit hält er den Verzicht auf das Auto an zwei Tagen pro Woche für denkbar — deutlich mehr als die einmaligen fahrfreien Sonntage der 1970er.
Brent über 100 Dollar, IEA greift ein
Der Hintergrund für Sterns Warnungen ist konkret: Militärische Angriffe auf den Iran, darunter auf die Verladestation Kharg Island, haben den Tankerverkehr in der Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gebracht. Der Brent-Preis stieg innerhalb einer Woche um rund zehn Prozent auf zuletzt 103,14 US-Dollar pro Barrel.
Die Internationale Energieagentur hat bereits die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven angekündigt. Kanada will 23,6 Millionen Barrel aus laufender Produktion beisteuern und seine Gasexporte ausweiten. Mittelfristig könnten auch neue Öl- und Gasfunde des norwegischen Konzerns Equinor in der Nordsee die europäische Versorgung stützen — kurzfristige Entlastung bieten sie jedoch nicht.
Für OMV bedeutet das Umfeld zunächst Rückenwind: Die Aktie erreichte zuletzt ein 52-Wochen-Hoch bei 58,90 Euro und liegt damit rund 22 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Wie nachhaltig diese Bewertung ist, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell sich die Lage rund um die Straße von Hormus entspannt.
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