OMV stellt sich gerade neu auf – und der Markt honoriert vor allem einen Punkt: Das Chemiegeschäft fängt die Schwäche im klassischen Öl- und Energieumfeld auf. Dazu kommt ein Dividendenvorschlag, der über den Erwartungen liegt. Kann der Konzern diese neue Balance aus Cashflow, Chemie und Energie auch 2026 halten?

Jahreszahlen 2025: Verschiebung im Ergebnis-Mix

Unterm Strich zeigen die Zahlen für 2025 ein gemischtes Bild. Das operative Ergebnis (CCS vor Sondereffekten) lag mit 4,6 Milliarden Euro rund 10% unter Vorjahr. Gleichzeitig fiel das bereinigte Nettoergebnis mit 1,94 Milliarden Euro besser aus als am Markt erwartet – laut Unternehmen etwa 3% über Konsens. Der Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank um 7% auf 24,3 Milliarden Euro.

Der entscheidende Treiber steckt in der Aufteilung: Chemicals legte beim operativen Ergebnis um 71% auf 784 Millionen Euro zu. OMV verweist dabei auf die Umgliederung der Borealis-Gruppe und bessere Margen im Olefin-Geschäft. Im Energiesegment ging das operative Ergebnis dagegen um 29% auf 2,7 Milliarden Euro zurück – belastet durch niedrigere Ölpreise und negative Markteffekte.

Als Stabilitätsanker hebt OMV den operativen Cashflow von 5,2 Milliarden Euro hervor. Der Verschuldungsgrad lag bei 14%.

Dividende: 4,40 Euro – und ab 2026 neue Logik

Für 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor. Sie setzt sich aus 3,15 Euro regulär und 1,25 Euro Zusatzdividende zusammen. Über vier Jahre gerechnet hat OMV die reguläre Dividende damit um mehr als 30% erhöht. Entscheidend: Zustimmen muss noch die Hauptversammlung am 27. Mai 2026.

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Ab dem laufenden Geschäftsjahr will OMV außerdem die Ausschüttung stärker am Mittelzufluss ausrichten. Künftig sollen 50% der BGI-Dividenden sowie zusätzlich 20 bis 30% des operativen Cashflows an die Aktionäre fließen.

Transformation: Borouge-Deal, Effizienz und Projekte

Ein Schlüsselprojekt bleibt Borouge Group International (BGI). Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Aus dem Zusammenschluss mit ADNOC soll der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent entstehen. OMV rechnet ab 2026 mit jährlichen Dividenden von mindestens 1 Milliarde US-Dollar aus der Beteiligung.

Parallel meldet der Konzern Fortschritte bei „Revo“: Bis 2027 sollen rund 400 Millionen Euro Kosten eingespart werden, 2025 habe das Programm bereits 350 Millionen Euro zum Cashflow beigetragen. Beim Absatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (SAF) sprang OMV von 4.000 Tonnen (2024) auf 60.000 Tonnen (2025). Außerdem entsteht mit Masdar eine grüne Wasserstoff-Anlage mit 140 Megawatt Kapazität, gefördert mit 123 Millionen Euro. Das Gasprojekt Neptun Deep soll 2027 in Betrieb gehen; OMV betont zudem, sich nach Zukäufen vor allem im Gasbereich umzusehen.

Am Markt spiegelt sich die Neubewertung im Kursbild: Heute steigt die Aktie auf 56,60 Euro (+3,28%) und markiert damit ein neues 52‑Wochen-Hoch.

Zum Kalenderblick nach vorn: Ein Trading Update zum ersten Quartal ist für den 9. April 2026 angekündigt. Außerdem hat OMV für 2026 eine konservative Planung genannt, unter anderem mit einem angenommenen Brent-Preis von rund 65 US-Dollar je Barrel sowie organischen Investitionen von 3,2 Milliarden Euro.

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