OHB Aktie: Milliarden-Deal im Visier
Der Raumfahrtkonzern OHB greift nach einem der größten Rüstungsaufträge der Bundeswehr. Die offizielle Bestätigung von Konsortiumsgesprächen für ein gigantisches Satellitenprogramm trifft auf prall gefüllte Auftragsbücher aus dem Kerngeschäft. Kann das Unternehmen den europäischen Rivalen im Rennen um dieses Mega-Projekt die Stirn bieten?
Anfang der Woche bestätigte OHB per Ad-hoc-Mitteilung offizielle Gespräche über eine Kooperation bei öffentlichen Vergabeverfahren. Konkret geht es um das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4, ein strategisches Kommunikationsnetzwerk mit einem geschätzten Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro. Geplant ist ein Konsortium, in dem Rheinmetall die militärische Systemintegration übernimmt, während OHB für die Fertigung der 100 bis 200 erdnahen Satelliten zuständig wäre.
Harter europäischer Wettbewerb
Der Zuschlag für das bis 2029 geplante Vorhaben ist jedoch kein Selbstläufer. Mit Airbus Defence and Space, dem Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen, existiert ein starker Mitbewerber im eigenen Konsortium, der ebenfalls eigenständig mit dem Verteidigungsministerium verhandelt. Zudem formiert sich durch die mögliche Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo ein mächtiger europäischer Konkurrent, gegen den sich die deutschen Unternehmen behaupten müssen.
Rekordzahlen stützen den Wachstumskurs
Unabhängig vom Ausgang dieses Vergabeverfahrens steht das operative Geschäft auf einem soliden Fundament. Der Auftragseingang kletterte 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Zusätzlichen Rückenwind liefern die jüngst erfolgreiche erste kommerzielle Mission der Trägerrakete Ariane 6, an der OHB beteiligt ist, sowie ein neuer ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro für die Asteroiden-Mission RAMSES.
Diese Entwicklung veranlasste das Management, die mittelfristigen Prognosen spürbar anzuheben. Für 2026 wird nun eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent angepeilt. Bis 2028 soll die Gesamtleistung die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten, primär angetrieben durch steigende Budgets im europäischen Verteidigungs- und Raumfahrtsektor.
Fokus auf die Bilanzpressekonferenz
Der nächste konkrete Datenpunkt für Investoren folgt am 19. März mit der Bilanzpressekonferenz. Dort muss das Management nachweisen, dass das massive Auftragswachstum des Jahres 2025 auch in profitable Cashflows umgewandelt wird. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen für eine mögliche Serienfertigung, wie der strategischen Übernahme eines Werks im sächsischen Schöneck, wird der Markt die aktuelle Liquiditätsentwicklung genau prüfen.
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