Im Rennen um das größte Satellitenprojekt der Bundeswehr zeichnet sich eine überraschende Wende ab. Statt sich einen harten Bieterwettstreit zu liefern, bündelt der Raumfahrtkonzern OHB seine Kräfte nun offenbar mit Airbus und Rheinmetall. Entsteht hier gerade ein unschlagbares Konsortium für einen Auftrag mit einem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro?

Vom Konkurrenten zum Partner

Ursprünglich wollten OHB und Rheinmetall gemeinsam den Luft- und Raumfahrtriesen Airbus herausfordern, um sich den Zuschlag für das Projekt SATCOMBw Stufe 4 zu sichern. Nun hat Airbus das zuständige Beschaffungsamt der Bundeswehr darüber informiert, dass die drei deutschen Unternehmen ein gemeinsames Angebot planen.

Marktbeobachter werten diesen Schritt als logische Konsequenz aus den enormen Dimensionen des Projekts. Das neue Satellitennetzwerk soll auf einer Vielzahl kleinerer Einheiten in einem niedrigen Erdorbit (LEO) basieren und bereits 2029 einsatzbereit sein. Ein gemeinsames Vorgehen der drei Branchengrößen bündelt nicht nur die Kapazitäten für diesen ambitionierten Zeitplan, sondern verhindert auch langwierige Rechtsstreitigkeiten, die bei einer umkämpften Auftragsvergabe oft entstehen.

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Klare Rollenverteilung und volle Auftragsbücher

Innerhalb der neuen Allianz sind die Aufgaben klar umrissen: Rheinmetall übernimmt die militärische Integration, Airbus bringt seine Expertise aus bestehenden Programmen ein und OHB verantwortet die Satellitenfertigung. Für die nötige Produktionsskalierung hat OHB bereits im vergangenen Oktober vorgesorgt und ein Werk in Sachsen erworben, um die Serienfertigung abzusichern.

Abseits des Mega-Projekts der Bundeswehr verzeichnet OHB auch im operativen Tagesgeschäft spürbaren Rückenwind. Im Februar sicherte sich das Unternehmen einen Vertrag der europäischen Raumfahrtagentur ESA über 81,2 Millionen Euro für die Asteroiden-Mission RAMSES. Zudem profitiert die Konzerntochter MT Aerospace vom erfolgreichen kommerziellen Erstflug der Ariane 6 Rakete, an deren Wertschöpfung sie mit zehn Prozent beteiligt ist.

Fokus auf Profitabilität

Diese operative Dynamik spiegelt sich in den Auftragsbüchern wider. Der Auftragseingang kletterte zuletzt um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Bestand übersprang die Marke von 3,1 Milliarden Euro. Auf dieser Basis hob das Management die mittelfristigen Ziele an und peilt für das laufende Jahr 2026 eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an.

Ob das rasante Auftragswachstum bereits in zählbare Erträge umgemünzt wird, zeigt sich am 19. März bei der Präsentation des Jahresabschlusses für 2025. Anleger werden dabei ihren Fokus gezielt auf die Liquiditätsentwicklung und den Cashflow richten. Da OHB für die Umsetzung anstehender Großprojekte wie SATCOMBw massiv in eigene Produktionskapazitäten investieren muss, ist eine solide finanzielle Basis für die weitere Kursentwicklung entscheidend.

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