DAX: Tagesaktuelle Marktneuigkeiten
Nach heftigen Turbulenzen an den Märkten zeigt sich der DAX am Freitag wieder etwas stabiler. Der deutsche Leitindex kletterte am Nachmittag um 0,44 Prozent auf 24.600 Punkte. Damit rettet sich das Börsenbarometer knapp ins Plus – sowohl auf Wochensicht als auch seit Jahresbeginn. Doch die Nervosität bleibt spürbar. Erst am Donnerstag hatte ein massiver Ausverkauf die Märkte erschüttert, von dem neben Tech-Werten auch Bitcoin und Gold betroffen waren.
Die Erholung wirkt fragil. Anleger bleiben angesichts der jüngsten Schwankungen vorsichtig. Besonders die zunehmenden Zweifel an den hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz verunsichern weiter. Amazon kündigte an, 2026 rund 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu stecken – mehr noch als Alphabet. Die Reaktion: vorbörsliche Verluste im US-Handel. Analysten von Goldman Sachs warnen, dass hohe Investitionen ohne konkreten Umsatzerfolg kritisch gesehen werden.
Autosektor unter Druck
Negative Schlagzeilen von Stellantis belasten den europäischen Autosektor massiv. Der Fiat- und Chrysler-Mutterkonzern schreibt wegen der US-Elektroauto-Kehrtwende rote Zahlen und streicht die Dividende. Die Abschreibung: fast 22 Milliarden Euro. In Paris stürzten die Papiere um mehr als ein Viertel ab. Die DAX-Autowerte Volkswagen, BMW und Mercedes gaben bis zu 1,9 Prozent nach. Der europäische Autosektor zeigte sich insgesamt sehr schwach.
Im IT- und Softwaresektor gab es weitere Verluste. Die Aktien des IT-Dienstleisters Bechtle brachen nach Quartalszahlen um 7,4 Prozent ein – der Ausblick belastete. Cancom und Nemetschek konnten sich dem Sog nicht entziehen. SAP machte sein Minus am Nachmittag allerdings fast wett.
Lichtblicke in der Schwäche
Positiv entwickelten sich Rüstungswerte. Rheinmetall führten den DAX mit einem Plus von 2,9 Prozent an. Im MDAX stiegen die Aktien des Panzergetriebeherstellers RENK nach einer Hochstufung durch Exane BNP um 7,6 Prozent. Auch HENSOLDT zogen an. Bayer-Papiere gewannen 1,5 Prozent, nachdem detaillierte Studienergebnisse zum Medikamentenkandidaten Asundexian Hoffnung auf gute Geschäfte mit dem Blutgerinnungshemmer machten.
Der MDAX der mittelgroßen Werte legte um 0,18 Prozent auf 31.491 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 gewann 0,6 Prozent. Doch die Frage bleibt: War das der Ausverkauf oder nur eine Atempause? Experten bleiben skeptisch. Jochen Stanzl von der Consorsbank konstatiert, dass der DAX den Anlegern weiterhin keinen klaren Trend liefere.
Blick auf die kommende Woche
Die Marke von 25.000 Punkten dürfte sich auch kommende Woche als hohe Hürde erweisen. Die Turbulenzen rund um Künstliche Intelligenz und anhaltende geopolitische Sorgen haben jederzeit das Potenzial, den Leitindex erneut zu belasten. Hoffnung macht der Blick auf wichtige US-Konjunkturdaten: Am Mittwoch steht der Arbeitsmarktbericht an, am Freitag folgen die Inflationsdaten.
Aktuell rechnet der Markt mit zwei Zinssenkungen der Fed im laufenden Jahr. Falls die Daten keine negativen Impulse liefern, dürfte dieser Zinspfad nicht infrage gestellt werden. Positive Überraschungen könnten die Zinssenkungsfantasie sogar untermauern. Doch Aktienstratege Markus Reinwand von der Helaba mahnt zur Vorsicht: Zwischen der Bewertung am Aktienmarkt und dem Konjunkturverlauf habe sich eine enorme Lücke aufgetan. Bessere Konjunkturdaten würden lediglich nachvollziehen, was Aktien bereits seit Monaten eingepreist hätten.
Die Berichtssaison geht derweil in eine neue Runde. Am Mittwoch veröffentlichen Commerzbank, Siemens Energy und die Deutsche Börse ihre Resultate. Am Donnerstag folgen Mercedes-Benz und Siemens. Anleger dürften genau darauf achten, inwiefern die Künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle bedrohen kann. Robert Greil von Merck Finck betont, dass trotz aller Unsicherheitsfaktoren der Blick auf die wieder dynamischer wachsende Weltwirtschaft und die Entwicklungen im KI-Bereich beibehalten werden sollte.
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