Rekordumsatz, historischer Auftragseingang und ein Großauftrag aus Schweden — OHB hat innerhalb von zwei Tagen gleich auf mehreren Fronten geliefert. Der Bremer Raumfahrtkonzern präsentierte am 19. März seinen testierten Jahresabschluss für 2025, während die Tochtergesellschaft OHB Sweden unmittelbar zuvor den größten Satellitenbauauftrag in der Geschichte des schwedischen Raumfahrtsektors gewann.

Rekordzahlen auf ganzer Linie

Die Gesamtleistung des Konzerns kletterte 2025 auf 1,25 Milliarden Euro, nach 1,03 Milliarden im Vorjahr. Das bereinigte EBITDA stieg auf 125,6 Millionen Euro. Noch beeindruckender: Der Auftragseingang erreichte mit 2,08 Milliarden Euro einen Rekordwert, der Auftragsbestand wuchs auf knapp 3,2 Milliarden Euro.

Wesentliche Treiber waren die Auswahl als Hauptauftragnehmer für die ESA-Wissenschaftsmission LISA, die Serienfertigung für Dutzende Ariane-6-Raketen durch die Tochter MT Aerospace sowie ein Auftragseingang von über 250 Millionen Euro im Digital-Segment — befeuert durch steigende Nachfrage im militärischen Satellitenbetrieb.

OHB Sweden baut Europas Wetterkonstellation

Am 18. März unterzeichnete die ESA einen Vertrag über 248 Millionen Euro mit OHB Sweden für das Programm EPS-Sterna. Auftrag: 20 Kleinsatelliten entwickeln und bauen, die Europas meteorologische Satellitenflotte bis mindestens 2042 mit Daten versorgen. Der erste Start ist für 2029 geplant.

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Grundlage für diesen Auftrag war der Arctic Weather Satellite, den OHB Sweden als ESA-Demonstrator in nur drei Jahren von der Auftragserteilung bis zum Start realisiert hatte. Dieser New-Space-Ansatz — schnell, kosteneffizient, modular — überzeugte offenbar die Auftraggeber. OHB Sweden führt nun ein Industriekonsortium mit rund 30 beteiligten Unternehmen an.

Ehrgeizige Ziele, konservativer Dividendenvorschlag

Das Management hat die Wachstumsziele angehoben: 1,4 Milliarden Euro Umsatz bei 11 Prozent EBITDA-Marge für 2026, 1,7 Milliarden für 2027 — und ab 2028 soll die Zwei-Milliarden-Schwelle fallen. Rückenwind kommt auch von staatlicher Seite: Das ESA-Budget für 2026 bis 2028 wurde auf 22,3 Milliarden Euro gezeichnet, Deutschland plant 35 Milliarden für militärische Weltrauminfrastruktur.

Die Dividende bleibt mit 0,60 Euro je Aktie bewusst konservativ. Das Kapital soll im Unternehmen bleiben — angesichts des Wachstumstempos eine nachvollziehbare Entscheidung.

Einen Schatten wirft die geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo. Das entstehende Schwergewicht könnte OHB bei strategischen Projekten wie dem Bundeswehr-Satellitenprogramm SATCOMBw unter Druck setzen — einem Programm, das langfristig über 1.000 Satelliten umfassen soll und an dem OHB gemeinsam mit Airbus und Rheinmetall interessiert ist.

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