Voestalpine Aktie: 1,7 Milliarden für Grünstahl
Voestalpine setzt einen klaren Investitionsrahmen: 1,5 Milliarden Euro fließen in zwei neue Elektrolichtbogenöfen an den Standorten Linz und Donawitz, weitere 170 Millionen Euro in die Wasserstoff-Demonstrationsanlage Hy4Smelt. Betriebsstart der Öfen ist für Anfang 2027 geplant. Der österreichische Stahlkonzern vollzieht damit den wohl teuersten Umbau seiner Produktionsgeschichte.
Solide Zahlen als Rückendeckung
Was die Investitionsstory glaubwürdig macht: Die finanzielle Basis stimmt. In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 stieg der Vorsteuergewinn um 46,5 Prozent. Gleichzeitig sank die Nettoverschuldung auf 1,4 Milliarden Euro, die Gearing Ratio verbesserte sich von 26,2 auf 18,7 Prozent. Wer so viel investiert, braucht Spielraum — und Voestalpine hat ihn sich offenbar erarbeitet.
Die Jahresprognose bleibt unverändert: ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2025/26. Die finalen Ergebnisse folgen am 3. Juni 2026.
Dekarbonisierung als Wettbewerbsstrategie
Hinter den Investitionen steckt mehr als Klimarhetorik. Elektrolichtbogenöfen reduzieren CO₂-Emissionen erheblich gegenüber klassischen Hochofenrouten — und das wird angesichts steigender CO₂-Kosten in Europa zunehmend zum Kostenfaktor. Die Hy4Smelt-Anlage geht noch einen Schritt weiter und erprobt die wasserstoffbasierte Direktreduktion, eine Technologie, die langfristig den Kokseinsatz vollständig ersetzen könnte.
Die Aktie notierte zuletzt bei 37,82 Euro und liegt damit rund 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Februar. Ob die Investitionsoffensive die Bewertungslücke schließt, wird der Jahresabschluss im Juni zeigen — zumindest das operative Fundament dafür ist gelegt.
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