OHB Aktie: Milliardenprojekt im Visier
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB rüstet sich für eine deutliche Expansion. Mit einem potenziellen Bundeswehr-Großauftrag, dem erfolgreichen Start der neuen Ariane-6-Rakete und prall gefüllten Auftragsbüchern hebt das Unternehmen seine mittelfristigen Ziele an. Doch kann der Konzern dieses enorme Auftragswachstum auch in starke Cashflows ummünzen?
Verteidigung als zentraler Wachstumstreiber
Im Mittelpunkt der aktuellen Entwicklung steht das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4. Gemeinsam mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall plant OHB ein Angebot für den Aufbau einer souveränen, von US-Systemen unabhängigen Satellitenkommunikation. Das Projektvolumen wird auf bis zu zehn Milliarden Euro geschätzt.
Die Rollen im geplanten Konsortium sind klar verteilt: Rheinmetall übernimmt als Systemhaus die militärische Integration, während OHB für das Engineering und die Fertigung der 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit zuständig ist. Die Vorbereitungen für eine potenzielle Serienfertigung laufen bereits. Im vergangenen Oktober erwarb der Konzern ein Werk im sächsischen Schöneck, um die nötigen Produktionskapazitäten aufzubauen. Berichten zufolge erwägt zudem Airbus Defence and Space eine gemeinsame Bewerbung mit dem Duo.
Rückenwind aus dem zivilen Sektor
Auch das zivile Raumfahrtgeschäft liefert operative Erfolge. Mitte Februar absolvierte die leistungsstärkste Version der europäischen Trägerrakete, die Ariane 64, erfolgreich ihren Erstflug und platzierte Amazon-Breitbandsatelliten im All.
Dieser Meilenstein wirkt sich direkt auf die OHB-Tochter MT Aerospace aus, die zehn Prozent der Produktionsanteile am Ariane-Programm hält und unter anderem Tanks sowie Strukturkomponenten fertigt. Da die Tochtergesellschaft seit vergangenem Herbst vollständig zum Konzern gehört, fließen die Erträge aus dem nun beginnenden Produktionshochlauf komplett in die Konzernbilanz ein. Zusätzlich sicherte sich die italienische Konzerntochter im Februar einen ESA-Auftrag über 81,2 Millionen Euro für die RAMSES-Asteroidenmission.
Volle Auftragsbücher und höhere Prognosen
Die jüngsten Projekterfolge spiegeln sich deutlich in den Auftragsdaten wider. Der Auftragseingang für 2025 kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand wuchs parallel um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro an. Mittelfristig peilt das Unternehmen einen jährlichen Auftragseingang von etwa drei Milliarden Euro an.
Auf dieser Basis hob das Management die Wachstumsziele für die kommenden Jahre an. Für 2026 plant die Gesellschaft nun eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent. Im Jahr 2027 soll die Leistung auf 1,7 Milliarden Euro steigen, bevor sie ab 2028 die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten soll.
Am 19. März legt das Unternehmen den geprüften Jahresabschluss für 2025 vor. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen für den Kapazitätsaufbau und die anstehenden Großprojekte rückt bei der Zahlenvorlage insbesondere die Liquiditätsentwicklung in den Mittelpunkt. Hier wird sich zeigen, inwiefern die finanziellen Mittel ausreichen, um das anvisierte Umsatzwachstum der kommenden Jahre operativ abzusichern.
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