Die Bremer OHB SE formiert sich für eines der größten Rüstungsvorhaben Deutschlands. Ein geplantes Konsortium mit Airbus und Rheinmetall zielt auf das lukrative Projekt SATCOMBw Stufe 4 ab. Gelingt dem Raumfahrtkonzern mit diesem Schritt der Aufstieg in eine neue Umsatzliga?

Laut einem aktuellen Medienbericht erwägt Airbus Defence and Space eine gemeinsame Bewerbung mit Rheinmetall und OHB für den Aufbau eines satellitengestützten Internetdienstes der Bundeswehr. Das Programm hat ein geschätztes Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Ziel ist es, bis 2029 durch 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit ein unabhängiges Kommunikationsnetz aufzubauen. Die Aufgabenverteilung im potenziellen Konsortium ist klar strukturiert: Während Rheinmetall die militärische Systemintegration übernimmt, verantwortet OHB die Entwicklung und Fertigung der Satelliten. Um für eine mögliche Serienfertigung gerüstet zu sein, erwarb das Unternehmen bereits im vergangenen Herbst ein Werk in Sachsen.

Ziviles Geschäft liefert Rückenwind

Auch abseits des Verteidigungssektors verzeichnet das Unternehmen operative Fortschritte. Mitte Februar absolvierte die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 erfolgreich eine kommerzielle Mission für Amazon. Da OHB seine Tochtergesellschaft MT Aerospace, die Strukturkomponenten für die Rakete fertigt, inzwischen vollständig konsolidiert hat, fließen diese Erlöse direkt in die Konzernbilanz.

Zusätzliche Planungssicherheit liefert ein neuer Vertrag mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Die italienische OHB-Tochter entwickelt für 81,2 Millionen Euro das RAMSES-Raumfahrzeug zur Asteroiden-Erforschung. Das Gesamtvolumen dieses Projekts beläuft sich inklusive vorbereitender Maßnahmen auf rund 150 Millionen Euro.

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Ambitionierte Wachstumsziele

Diese Dynamik spiegelt sich in den Auftragsbüchern wider. Im Jahr 2025 stieg der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand legte zeitgleich um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro zu. Auf dieser Basis hob das Management die mittelfristigen Ziele an. Für das Jahr 2026 rechnet OHB nun mit einer Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer operativen Marge (EBITDA) von 11 Prozent. Ab 2028 soll die Umsatzschwelle von zwei Milliarden Euro nachhaltig überschritten werden.

Ob diese ehrgeizigen Pläne finanziell solide untermauert sind, zeigt sich in der kommenden Woche. Am 19. März präsentiert das Management den geprüften Jahresabschluss für 2025. Investoren werden die Zahlen detailliert daraufhin prüfen, ob das starke Auftragswachstum bereits in profitable Cashflows umgewandelt wird. Angesichts der enormen Vorabinvestitionen, die für die Realisierung der anvisierten Satelliten-Netzwerke erforderlich sind, rückt vor allem die aktuelle Liquiditätslage des Unternehmens in den Mittelpunkt der Analyse.

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