OHB kämpft um einen der größten Bundeswehr-Aufträge aller Zeiten. Gemeinsam mit Rheinmetall will der Bremer Raumfahrtkonzern ein satellitengestütztes Kommunikationsnetzwerk für die Bundeswehr aufbauen – geschätztes Volumen: bis zu 10 Milliarden Euro. Die operative Entwicklung stimmt dabei zuversichtlich, doch am 19. März kommt der Härtetest.

Milliarden-Projekt mit Rheinmetall

OHB bestätigte offiziell Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei künftigen Vergabeverfahren. Im Zentrum steht SATCOMBw Stufe 4: Der Aufbau einer Konstellation aus 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, die Panzer, Schiffe und Infanterieeinheiten weltweit vernetzen soll.

Anders als bei den Vorgängerstufen setzt die Bundeswehr nicht mehr auf wenige geostationäre Satelliten in 36.000 Kilometern Höhe, sondern auf ein Netzwerk vieler Satelliten – technisch vergleichbar mit SpaceX' Starlink-System.

Brisant: Die bisherigen Systeme lieferte Airbus Defense and Space. Die Rheinmetall-OHB-Allianz würde damit in direkten Wettbewerb mit dem europäischen Luft- und Raumfahrtriesen treten, der sich ebenfalls beworben hat.

Mit der Übernahme eines Werks in Schöneck sicherte sich OHB bereits im Oktober 2025 die nötigen Produktionskapazitäten für Satelliten-Serienfertigungen in der erforderlichen Größenordnung.

Auftragsbücher auf Rekordniveau

Die Rheinmetall-Verhandlungen fallen in eine Phase deutlichen Wachstums. 2025 kletterte der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

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In den ersten neun Monaten 2025 steigerte OHB die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Das EBITDA wuchs von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro.

Auf dem Capital Market Day im Januar 2026 hob der Konzern die Wachstumsziele für 2026 und 2027 an. Für 2026 peilt OHB eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 sollen mehr als 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung sowie Margen von über 12 Prozent (EBITDA) erreicht werden.

Basis dafür sind steigende Budgets der ESA, der EU sowie nationaler Kunden – mit wachsender Bedeutung des Verteidigungssektors.

Vertikale Integration gestärkt

OHB übernahm weitere 30 Prozent an der MT Aerospace AG und ist damit alleiniger Anteilseigner. Der Schritt stärkt die vertikale Integration bei Luft- und Raumfahrtstrukturen – zentral für die geplante Serienproduktion.

Zudem gründete der Konzern die European Moonport Company, die sämtliche Mondaktivitäten bündeln soll. In Kooperation mit Munich Airport International plant OHB die Entwicklung einer Start- und Landeeinrichtung auf dem Mond.

Spekulationen über einen Börsenrückzug erteilte der Vorstand eine Absage. Die Notierung bleibt bestehen, um Transparenz gegenüber Auftraggebern und Zugang zu Kapitalmärkten zu sichern.

Zahlenwerk am 19. März entscheidend

Am 19. März 2026 legt OHB die geprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Dann zeigt sich, ob sich das kräftige Auftragswachstum auch profitabel in der Bilanz niederschlägt – während die Entscheidung über das Rheinmetall-Projekt und damit über einen potenziellen Milliardenauftrag noch aussteht.

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