Der Bremer Raumfahrtkonzern steht vor einem potenziellen Durchbruch: Gemeinsam mit Rheinmetall verhandelt OHB über einen der größten Bundeswehr-Aufträge der kommenden Jahre. Das Projekt SATCOMBw Stufe 4 hat ein geschätztes Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Parallel dazu profitiert das Unternehmen vom Ariane-6-Hochlauf und hebt seine Wachstumsprognosen deutlich an.

Bundeswehr-Projekt: Duell mit Airbus

OHB bestätigte per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei SATCOMBw Stufe 4. Das Projekt soll die Bundeswehr durch ein eigenes Netzwerk aus 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit unabhängig von US-Systemen machen.

Die Aufgabenteilung ist definiert: Rheinmetall übernimmt als Systemhaus die militärische Integration, OHB liefert Satellitenfertigung und Engineering. Damit tritt der Bremer Konzern in direkten Wettbewerb mit Airbus Defense and Space, dem etablierten Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen.

Auf einen möglichen Zuschlag hat sich OHB vorbereitet: Im Oktober 2025 erwarb das Unternehmen proaktiv ein Fertigungswerk in Schöneck, Sachsen, um Kapazitäten für eine Serienfertigung im dreistelligen Stückzahlbereich aufzubauen.

Ariane 6 stärkt operative Basis

Ein weiterer Wachstumstreiber ist das europäische Trägerprogramm Ariane 6. Am 12. Februar brachte die Ariane 64 erfolgreich 32 Amazon-Satelliten in den Orbit – ein wichtiger Meilenstein für das Programm.

OHB ist über die Tochter MT Aerospace beteiligt, die zentrale Komponenten wie Tank- und Hüllenstrukturen liefert und rund 10 Prozent des Gesamtwerts der Rakete beisteuert. Seit der vollständigen Konsolidierung von MT Aerospace im Oktober 2025 fließen die Erlöse aus 18 fest gebuchten Amazon-Starts vollständig in die OHB-Bilanz.

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Starkes Wachstum und angehobene Prognosen

In den ersten neun Monaten 2025 erreichte die Gesamtleistung 863,5 Millionen Euro – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA stieg auf 75,5 Millionen Euro. Der Auftragseingang kletterte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

Auf dem Capital Market Day im Januar hob OHB seine mittelfristigen Ziele an: Für 2026 strebt der Konzern eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Bis 2028 sollen über 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung bei Margen von über 12 Prozent erreicht werden. Mittelfristig peilt OHB einen durchschnittlichen jährlichen Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro an.

Grundlage dieser Prognosen sind steigende Budgets der ESA, der EU sowie nationaler Kunden, wobei der Verteidigungsmarkt deutlich an Bedeutung gewinnt.

Jahresabschluss am 19. März als nächster Termin

Am 19. März veröffentlicht OHB den testierten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025. Investoren schauen auf diesen Termin, um die Margenentwicklung im Verhältnis zum Umsatzwachstum zu prüfen. Die Entscheidung über SATCOMBw Stufe 4 dürfte parallel zu einem zentralen Faktor für die weitere Kursentwicklung werden.

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