OHB rückt gleich aus mehreren Gründen in den Fokus: Der Konzern wirbt um einen potenziellen Bundeswehr-Großauftrag, integriert MT Aerospace nun vollständig in die Bilanz – und liefert gleichzeitig kräftiges Wachstum. Entscheidend wird, wie diese Dynamik in der Profitabilität ankommt. Genau darauf dürfte der Jahresabschluss für 2025 in wenigen Tagen eine erste klare Antwort geben.

SATCOMBw Stufe 4: Bewerbung mit Rheinmetall

Das strategisch wichtigste Thema ist die Bewerbung um das Satellitenprojekt SATCOMBw Stufe 4. OHB bestätigte per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Im Raum steht eines der größten Bundeswehr-Projekte überhaupt – mit geschätzten Projektkosten von bis zu 10 Milliarden Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?

Die Aufgaben im möglichen Konsortium sind bereits skizziert: Rheinmetall würde als Systemintegrator für militärische Anwendungen auftreten, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering übernehmen. SATCOMBw Stufe 4 soll ein Netzwerk aus hunderten Satelliten im niedrigen Erdorbit schaffen und die Bundeswehr unabhängiger von US-Systemen machen.

Für eine mögliche Serienfertigung hat OHB laut Quelltext bereits im Oktober 2025 ein Werk in Schöneck (Sachsen) erworben. Gleichzeitig ist der Wettbewerb offen: Airbus Defense and Space – Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen 2 und 3 – hat ebenfalls Gespräche mit dem Verteidigungsministerium bestätigt. Die Vergabe soll aus dem laufenden Ausschreibungsverfahren hervorgehen.

Ariane 6 und MT Aerospace: Mehr Ergebnis im Konzern

Operativen Rückenwind liefert auch das Ariane-6-Programm. Am 12. Februar wurde ein Meilenstein erreicht: Der Erstflug der Ariane 64 brachte 32 Amazon-Satelliten erfolgreich in den Orbit.

Wichtig für OHB: Seit Oktober 2025 gehört MT Aerospace vollständig zum Konzern. Damit fließen die Erträge aus dem Produktionshochlauf komplett in die Konzernbilanz. Laut Quelltext werden die Erlöse aus den 18 fest gebuchten Amazon-Starts nun vollständig bei OHB konsolidiert.

Wachstum und Ausblick: Ziele werden angehoben

In den ersten neun Monaten 2025 stieg die Gesamtleistung auf 863,5 Mio. Euro (+21%). Das EBITDA legte von 62,4 Mio. Euro auf 75,5 Mio. Euro zu. Der feste Auftragsbestand wuchs 2025 um 47% auf über 3,1 Mrd. Euro, der Auftragseingang um 24% auf rund 2,1 Mrd. Euro.

Für die kommenden Jahre werden die Ziele konkret: Für 2026 peilt der Konzern 1,4 Mrd. Euro Gesamtleistung bei 11% EBITDA-Marge an, für 2027 1,7 Mrd. Euro bei 12%. Bis 2028 soll die Gesamtleistung 2,0 Mrd. Euro überschreiten. Als Treiber nennt der Quelltext höhere Budgets von ESA, EU und nationalen Kunden – mit wachsender Bedeutung des Verteidigungsmarkts.

Am 19. März legt OHB den geprüften Jahresabschluss 2025 vor. Dann wird sichtbar, ob die Profitabilität mit dem starken Wachstum Schritt gehalten hat – parallel bleibt das SATCOMBw-Verfahren und der Ariane-6-Hochlauf der operative Taktgeber.

OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 05. März liefert die Antwort:

Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 05. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...