OHB Aktie: Auf Mondkurs
Der Raumfahrtkonzern OHB hat sein Geschäftsjahr 2025 mit einem historischen Auftragseingang von 2,08 Milliarden Euro abgeschlossen — und positioniert sich gleichzeitig für ein Jahrzehnt, das buchstäblich bis zum Mond reicht.
Die Gesamtleistung wuchs um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA stieg von 111 auf 126 Millionen Euro. Solide Zahlen — aber nicht das eigentliche Highlight des Berichts.
LISA und der Mond: Zwei Meilensteine auf einmal
Das strategische Schwergewicht des Jahres 2025 ist der LISA-Auftrag. Als Hauptauftragnehmer für die ESA-Mission zum Nachweis von Gravitationswellen sicherte sich OHB einen Vertrag über 839 Millionen Euro. Die Mission setzt auf drei Raumsonden in einem gleichseitigen Dreieck mit 2,5 Millionen Kilometern Seitenlänge — ein technisch einzigartiges Vorhaben mit geplantem Start 2035.
Parallel dazu gründete OHB Anfang Februar 2026 die European Moonport Company in Oberpfaffenhofen. Gemeinsam mit Munich Airport International entstand bereits ein erstes Konzept für eine Mondlandeplattform. Operativ ist OHB über zwei Projekte bereits aktiv: als Subunternehmer für den ESA-Mondlander Argonaut (Erststart 2031) und am ESPRIT-Modul der NASA-Raumstation Lunar Gateway.
Für die steigende Nachfrage baut OHB seine Produktionskapazitäten aus — durch die Verlagerung von OHB Sweden AB und die Übernahme des TechniSat-Werks in Schöneck für die Serienfertigung von Elektronikkomponenten.
Rückenwind aus Politik und Verteidigung
Das externe Umfeld begünstigt den Wachstumskurs deutlich. Die ESA-Ministerratskonferenz im November 2025 beschloss ein Budget von 22,3 Milliarden Euro für 2026 bis 2028. Deutschland plant 35 Milliarden Euro für militärische Weltrauminfrastruktur, der EU-Haushalt 2028–2034 sieht 131 Milliarden Euro für Resilienz, Verteidigung und Raumfahrt vor. Für OHB ist besonders das Verteidigungssegment ein wachsender Umsatztreiber — das Digital-Segment erzielte 2025 mit mehr als 250 Millionen Euro erneut einen Auftragsrekord, getrieben von Satellitenoperationen für Verteidigungsanwendungen.
Das Ziel für 2028 lautet: mehr als 2 Milliarden Euro Gesamtleistung, mittelfristig ein jährlicher Auftragseingang von rund 3 Milliarden Euro. Die Q1-2026-Ergebnisse folgen am 7. Mai und liefern den ersten Gradmesser dafür, ob der Konzern diesen Wachstumspfad im laufenden Jahr bestätigen kann.
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