Nvidia lieferte am Mittwochabend eindrucksvolle Zahlen ab – und verlor trotzdem massiv an Wert. Der Chipgigant steigerte seinen Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (per Ende Januar) um 73 Prozent auf 68 Milliarden Dollar. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. Selbst im Vergleich zum Vorquartal legte das Unternehmen um 20 Prozent zu. Doch statt zu feiern, griffen Anleger zur Reißleine: Die Aktie sackte am Donnerstag um bis zu 6 Prozent ab und schloss 4,2 Prozent tiefer bei 187,30 Dollar.

Die Kehrseite der KI-Medaille

Was auf den ersten Blick paradox wirkt, hat System. „Bei Nvidia reicht es inzwischen nicht mehr, die Erwartungen zu übertreffen", erklärt Marktstratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI. Der KI-Zyklus sei bereits so weit fortgeschritten, dass sich Investoren zunehmend fragten, wie lange das rasante Tempo noch anhalte. Jochen Stanzl von der Consorsbank bringt es auf den Punkt: Signale eines schnelleren KI-Ausbaus sind längst keine Kaufgründe mehr. Die Kehrseite der Medaille heißt Disruption – und wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, gilt das wohl auch für die Umwälzungen ganzer Branchen.

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Die Zahlen selbst gaben Analysten wenig Angriffsfläche. Citigroup und Bernstein Research hoben ihre Kursziele auf 300 Dollar an, JPMorgan auf 265 Dollar. Atif Malik von Citigroup setzt nun auf die KI-Konferenz Nvidia GTC Mitte März, die weitere Impulse liefern könnte. Harlan Sur von JPMorgan lobte das erfolgreiche Hochfahren der Produktion des neuen Grafikprozessors Blackwell.

China-Geschäft bleibt Risikofaktor

Ein Detail trübte die Stimmung allerdings spürbar: Nvidia äußerte sich nur vage zu seinen Verkäufen in China. Christian Henke von IG sieht darin das „Haar in der Suppe" der Rekordergebnisse. Angesichts anhaltender Handelsspannungen und Exportbeschränkungen für Hochleistungschips bleibe dieser Markt ein klarer Risikofaktor.

Der Kursrückgang zog den gesamten Technologiesektor mit nach unten. Der Nasdaq 100 verlor 1,5 Prozent auf 24.960 Punkte, der S&P 500 gab um 0,8 Prozent nach. Andere Halbleiterwerte wie Broadcom und AMD rutschten ebenfalls ab. Matt Britzman von Hargreaves Lansdown fasst die zentrale Frage zusammen: Kann Nvidia seine Dominanz auch dann noch halten, wenn KI zunehmend in den Alltag eingreift und nicht mehr nur zu Trainingszwecken eingesetzt wird?

Für die Nvidia-Aktie bleibt die Ausgangslage vertrackt. Mit einem Börsenwert von zeitweise über fünf Billionen Dollar im Oktober 2025 hat das Unternehmen bereits Dimensionen erreicht, die neue Höhenflüge erschweren. Nach einem Rücksetzer auf 170 Dollar in den Folgewochen erholte sich der Kurs zuletzt wieder – die jüngste Reaktion zeigt aber, dass selbst Rekordgewinne nicht mehr automatisch für steigende Notierungen sorgen.

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