Nvidia intensiviert seine Expansion ins Pharmageschäft – mit Milliarden-Investitionen und strategischen Allianzen. Gleichzeitig droht Ungemach aus China: Peking hat Bestellungen im Wert von 54 Milliarden Dollar eingefroren. Wie verändert sich die Geschäftsstruktur des KI-Riesen?

Pharma-Offensive nimmt Gestalt an

Der Chipkonzern hat am 12. Januar eine Partnerschaft mit dem Pharmakonzern Eli Lilly verkündet. Beide Unternehmen investieren über die nächsten fünf Jahre bis zu eine Milliarde Dollar in ein gemeinsames KI-Innovationslabor. Das neue Zentrum im Großraum San Francisco soll Nvidias BioNeMo-Plattform und die kommende Vera-Rubin-Architektur nutzen, um Entwicklungszyklen für Medikamente deutlich zu verkürzen. Ziel ist es, generative KI einzusetzen, um den Kreislauf zwischen Datengenerierung und Modellentwicklung zu beschleunigen.

Parallel dazu wurde am 13. Januar eine Zusammenarbeit mit Thermo Fisher Scientific bekannt. Hier geht es um die physische Automatisierung von Laboren. Thermo Fisher integriert Nvidias KI-Infrastruktur – darunter DGX Spark und NeMo – für autonome Labore, in denen Experimente weitgehend ohne menschliches Eingreifen geplant und analysiert werden.

China-Risiko wird konkret

Trotz der Fortschritte in den USA steht der Konzern in Asien unter Druck. Chinesische Behörden haben Bestellungen für Nvidias H200-Chips pausiert. Das Volumen: rund 54 Milliarden Dollar, was etwa zwei Millionen Chips entspricht. Peking überprüft derzeit das Verhältnis von heimischen zu ausländischen Chips in chinesischen Rechenzentren. CEO Jensen Huang bezeichnete die Nachfrage nach dem H200 zwar als „sehr hoch", doch die administrative Blockade schafft unmittelbare Unsicherheit für kurzfristige Umsatzrealisierungen in einem der wichtigsten Märkte.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Vera Rubin in Serienproduktion

Auf der Produktseite hat Nvidia bestätigt, dass die Vera-Rubin-Plattform sich in „Vollproduktion" befindet. Die Auslieferung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Technische Daten deuten darauf hin, dass Rubin die Kosten pro Token für KI-Inferenz im Vergleich zur aktuellen Blackwell-Generation um bis zu 90 Prozent senken könnte – ein Argument, das für große Cloud-Anbieter wie Microsoft und Amazon relevant ist.

Ausblick bleibt zweigeteilt

Die wichtigsten Fakten:

  • Pharma-Deal mit Eli Lilly: 1 Milliarde Dollar über fünf Jahre
  • China-Risiko: 54 Milliarden Dollar an H200-Bestellungen pausiert
  • Vera Rubin: Serienproduktion läuft, Launch in H2 2026
  • Marktkapitalisierung: rund 4,49 Billionen Dollar

Analysten wie DA Davidson und Bernstein stufen die Aktie weiterhin positiv ein. Piper Sandler setzt ein Kursziel von 225 Dollar an. Die hohe Bewertung spiegelt die Erwartung wider, dass die Rubin-Architektur und die Pharma-Expansion strukturelles Wachstum bringen. Das China-Risiko bleibt jedoch eine offene Flanke, deren Auflösung kurzfristig schwer kalkulierbar ist.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 13. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...