Nvidia-CEO Jensen Huang hat die Märkte überrascht – allerdings nicht mit guten Nachrichten. Die angebliche 100-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI? Offenbar ein Missverständnis. Statt einer festen Kapitalzusage sprach Huang in Taipei von einer "unverbindlichen" Einladung, über Jahre hinweg bis zu dieser Summe zu investieren. Für Anleger, die auf einen schnellen Geldsegen für OpenAI spekuliert hatten, war das ein Dämpfer.

Die 100-Milliarden-Frage

Die Verwirrung begann mit Medienberichten über eine massive Finanzierungsrunde für OpenAI, an der sich Nvidia beteiligen sollte. Doch Huang stellte in Gesprächen mit Reportern klar: "Wir haben nie gesagt, dass wir 100 Milliarden Dollar in einer Runde investieren würden. Es gab nie eine Verpflichtung." Die Summe sei vielmehr eine Option, die von künftigen Infrastruktur-Projekten abhänge.

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Der Unterschied zwischen "werden investieren" und "könnten investieren" ist erheblich – und erklärt die vorsichtige Reaktion der Märkte. Sarah Kunst von Cleo Capital bezeichnete die vage Formulierung im CNBC-Interview als einen der Gründe für die jüngste Volatilität. Statt Klarheit gab es Interpretationsspielraum.

Operative Stärke bleibt

Abseits der OpenAI-Diskussion läuft das Kerngeschäft unverändert rund. In Deutschland ging kürzlich der "Jupiter Booster"-Supercomputer in Betrieb – ausgestattet mit 24.000 Nvidia GH200 Grace Hopper Superchips. Ein Beleg dafür, dass die industrielle Nachfrage nach Nvidias High-End-Hardware intakt ist.

Die Bewertung reflektiert weiterhin die zentrale Rolle des Konzerns: Bei einer Marktkapitalisierung von rund 4,52 Billionen Dollar liegt das KGV bei etwa 46. Das signalisiert hohes Wachstumsvertrauen, macht die Aktie aber auch anfällig für Enttäuschungen bei Ausgabenprognosen großer Partner.

Ausblick

Ob die angekündigte "große Investition" in OpenAI am Ende tatsächlich kommt – und in welcher Höhe –, werden die nächsten Quartalsberichte zeigen. Bis dahin dürfte die Aktie empfindlich auf jede neue Aussage Huangs reagieren. Die operative Stärke ist unbestritten, doch beim Timing von Mega-Deals bleibt Nvidia vage.

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