Nvidia dominiert an diesem Sonntag die Schlagzeilen. Eine überraschende politische Entscheidung aus Washington ebnet dem Chip-Giganten den Weg zurück auf den chinesischen Markt. Kombiniert mit einer aggressiven Umsatzprognose richten sich nun alle Augen auf die CES in Las Vegas, wo CEO Jensen Huang morgen auftreten wird. Die Kombination aus politischer Wende und massiven Wachstumszielen könnte die Marktdynamik für 2026 neu definieren.

Die Rückkehr ins Reich der Mitte

Das wohl wichtigste Ereignis des Wochenendes ist die strategische Kehrtwende im China-Geschäft. Nach einer Phase strenger Exportbeschränkungen hat US-Präsident Trump Berichten zufolge den Verkauf von Nvidias H200-KI-Chips an chinesische Unternehmen genehmigt. An diese Erlaubnis ist jedoch eine geopolitische Bedingung geknüpft: 25 Prozent der Einnahmen aus diesen Verkäufen müssen direkt an die USA abgeführt werden.

Nvidia reagiert sofort auf diese regulatorische Öffnung. Das Unternehmen plant, erste Lieferungen aus bestehenden Lagerbeständen bereits Mitte Februar 2026 zu starten, um das Zeitfenster vor dem chinesischen Neujahrsfest zu nutzen. Die Nachfrage ist gewaltig: Chinesische Tech-Schwergewichte wie ByteDance und Alibaba haben bereits Bestellungen über zwei Millionen Einheiten des H200-Chips für das laufende Jahr aufgegeben. Um diesen Ansturm zu bewältigen, hat Nvidia seinen Fertigungspartner TSMC formell aufgefordert, die Produktion ab dem zweiten Quartal drastisch hochzufahren.

Prognose: 500 Milliarden Dollar im Blick

Die finanziellen Aussichten untermauern den Optimismus der Anleger. Für das vierte Geschäftsquartal stellt das Management einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar in Aussicht – ein Plus von 65 Prozent im Jahresvergleich. Diese Beschleunigung folgt auf ein bereits starkes drittes Quartal, in dem Nvidia Bruttomargen von über 73 Prozent erzielte.

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CFO Colette Kress gewährt zudem einen ungewöhnlich tiefen Einblick in die langfristige Pipeline. Das Management sieht für den Zeitraum von Anfang 2026 bis Ende des Jahres ein potenzielles Umsatzvolumen von 500 Milliarden US-Dollar, das allein durch die Chip-Plattformen Blackwell und Rubin generiert werden könnte. Parallel dazu sichert sich Nvidia durch einen 20-Milliarden-Dollar-Lizenzdeal mit dem Startup Groq Zugriff auf wichtige Low-Latency-Technologien, um seine Dominanz bei KI-Anwendungen weiter zu festigen.

Risiken und Marktlage

Mit einem Schlusskurs von 188,85 US-Dollar am Freitag und einer Marktkapitalisierung von rund 4,6 Billionen US-Dollar bleibt Nvidia das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Die Aktie konnte in den letzten zwei Jahren um rund 200 Prozent zulegen.

Trotz der positiven Signale mahnen Analysten zur Wachsamkeit. Experten von Pivotal Research warnen vor möglichen Gegenwinden im Jahr 2026, sollten Schlüsselkunden wie OpenAI ihre Investitionsausgaben (CapEx) reduzieren. Zudem schläft die Konkurrenz nicht: Broadcom gewinnt mit seinen maßgeschneiderten Chips für Kunden wie Google und Anthropic zunehmend Marktanteile und fordert Nvidias Monopolstellung heraus.

Der Fokus liegt nun auf dem morgigen Montag. Um 13:00 Uhr Ortszeit (PT) wird Jensen Huang seine Keynote auf der CES halten. Marktteilnehmer erwarten konkrete Updates zum Rollout von Blackwell Ultra sowie zur Roadmap der Vera-Rubin-Plattform. Angesichts der China-News und der anstehenden Präsentation dürfte der Handelsstart von hoher Volatilität geprägt sein.

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